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Lesewettbewerb

"Lesen ist ein großes Wunder"

(Arthur Schopenhauer)

Paulina Seibold vertritt das Maristengymnasium beim Vorlesewettbewerb auf Kreisebene

Alljährlich stellen sich die Sechstklässler zunächst innerhalb ihrer Klasse dem kritischen Urteil ihrer Deutschlehrer und Klassenkameraden, wenn es darum geht, den besten Leser der Schule zu ermitteln.
Dazu ist es zunächst nötig, erst einmal ein geeignetes Buch und dann eine passende Textstelle zu finden, die sich auch gut zum Vorlesen eignet. Zu kompliziert soll der Textausschnitt nicht sein, gleichzeitig aber spannend oder witzig, sodass sich die Zuhörer gut unterhalten fühlen. Besonders eignen sich hier Textstellen, die auch Dialogpassagen enthalten.
Zu Hause üben die Schüler nun das betonte Vorlesen und bemühen sich, die Stimmung des Ausschnitts durch treffenden Stimmeinsatz sowie Variation in Tempo und Lautstärke spürbar werden zu lassen. Vor der Klasse muss nun zunächst kurz das ausgewählte Buch vorgestellt werden, ehe es gilt, innerhalb von drei Minuten die kritischen Juroren von seinem Können zu überzeugen. Bewertet werden neben der reinen Lesetechnik nämlich auch die Textauswahl und die treffende Interpretation der Stelle.

Die Klassenwettbewerbe konnten Paulina Seibold (6a), Annika Krischke (6b) und Isabel Obermeier (6c) für sich entscheiden. Dieses Mal lag der Wettkampf um den Schulsieg also ganz in weiblicher Hand. Und alle drei Teilnehmerinnen machten ihren Lehrerinnen und der Fachbetreuerin die Entscheidung nicht leicht. Letztendlich konnte sich jedoch Paulina Seibold gegen die starke Konkurrenz durchsetzen.
Mit ihrer erfrischenden Art gelang es ihr, die Zuhörer in die abenteuerliche Welt von Enid Blytons "Tina und Tini" zu entführen. Die beiden Hauptfiguren verbringen die Ferien in dem großen Haus von Tinas Großeltern, das in der Nähe eines geheimnisvollen Waldes liegt. Als die Großmutter dann auch noch von einem verschollenen Schatz erzählt, begeben sich Tina und Tini mit Tinas Cousin Oliver sofort auf eine abenteuerliche Suche...

Einen der größten Schätze haben die Schüler und Schülerinnen der 6. Klassen jedoch bereits entdeckt. Denn, wie Hermann Hesse so treffende feststellt: "Ein Haus ohne Bücher ist arm, auch wenn schöne Teppiche seine Böden und kostbare Tapeten und Bilder die Wände bedecken."
Der Vorlesewettbewerb hat den Schülern sicherlich gezeigt, wie vielfältig das literarische Angebot für Kinder und Jugendliche ist, und hoffentlich dem einen oder anderen Anregungen für eigene Lektüremöglichkeiten gegeben. Denn Lesen ist Fernsehen im Kopf, fördert sowohl die sprachliche als auch die Identitätsentwicklung junger Menschen und macht einfach nur Spaß.




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