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Veranstaltungen

Gerd Berghofer - Lesungen zum Schuljahresbeginn



Einen festen Platz im Veranstaltungskalender des Maristengymnasiums nimmt seit Jahren der Autor und Rezitator Gerd Berghofer ein. So durften sich auch dieses Jahr die Schüler der 7. Klasse und die Q12 auf eine etwas andere Deutschstunde freuen.

Dem gebürtigen Nürnberger gelang es vortrefflich, zunächst die Siebtklässler mit auf eine Reise durch die Balladendichtung zu nehmen. Nach einer kurzen Erklärung zur Entstehung und den spezifischen Merkmalen des "Ur-Eis der Dichtung" galt die Aufmerksamkeit vor allem Johann Wolfgang von Goethe. Neben den Balladenklassikern "Der Erlkönig", "Der Zauberlehrling" und "Der König in Thule" erfuhren die Schüler zudem viel Interessantes und Wissenswertes über Goethes beruflichen wie privaten Werdegang.
Richtig gruseln konnten sich die Siebtklässler dann bei Friedrich Hebbels "Der Heideknabe". Unterstützt durch expressive Gestik und Mimik trug Berhofer vor, wie der orakelhafte, grausame Traum des Knaben von seiner eigenen Ermordung in Erfüllung geht. Einen nicht weniger eindrucksvollen Abschluss bildete Conrad Ferdinand Meyers Ballade "Die Füße im Feuer". Dennoch kam auch Vergnügliches nicht zu kurz: Mit Heinz Erhards Erlkönig-Parodie hatte Berghofer die Lacher auf seiner Seite.

Im Anschluss führte der Rezitator die Oberstufenschüler durch die literarische Epoche des Expressionismus. Nach einem Blick auf die politische Situation rund um den ersten Weltkrieg arbeitete Berghofer die typischen Merkmale der Epoche an ausgewählten Texten ab. Jakob van Hoddis′ "Weltende" und Georg Heyms "Der Krieg" illustrierten dabei exemplarisch die damalige Kriegs- und Weltuntergangsstimmung.
Auch die Kritik an der spießbürgerlichen Vätergeneration und der Wunsch nach einer Erneuerung des Menschen wurden den Schülern sowohl mit lyrischen als auch dramatischen Texten verdeutlicht. Gerrit Engelkes Gedicht "Stadt" führte die Bedrohung und Anonymität der Großstadt eindrucksvoll vor Augen. Auch Gottfried Benn als Vertreter der Ästhetik der Hässlichkeit durfte nicht fehlen. Dabei sprach Berghofer die Texte nicht nur, er stellte auch kurzweilig und informativ die Biografien der einzelnen Autoren vor, sodass sich den Schülern ein umfassendes Bild der Epoche bot.
An den abschließend gestellten Fragen wurde deutlich, dass es Berghofer ein weiteres Mal gelungen war, seine Zuhörer vor allem durch seine Stimmgewalt in seinen Bann zu ziehen.



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