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Lesenacht der 5. Klassen, 8. - 9. Mai 2015

P-Seminar Deutsch

Als wir, die 14 Schülerinnen der Q11, die das P-Seminar "Organisation einer Lesenacht für die Unterstufe" gewählt haben, uns im September zum ersten Mal mit der Leiterin Frau Ernst trafen, waren wir noch völlig ahnungslos, wie aufwändig die Planung einer solchen Lesenacht ist und dass dies fast ein Dreivierteljahr in Anspruch nehmen sollte.
Zuerst bekamen je drei oder vier von uns Teilnehmerinnen jeweils eine der vier 5. Klassen zugeteilt, die wir während der Lesenacht, zusammen mit dem Deutschlehrer der jeweiligen Klasse und Frau Ernst, betreuen sollten. Jede Gruppe durfte ein individuelles Lese- und Spielprogramm, bei dem natürlich der Spaß für die Kinder nicht zu kurz kommen sollte, für "ihre" 5. Klasse zusammenstellen.
Also wählten wir im Laufe des Jahres passende Bücher aus, übten das altersgerechte Vorlesen und probierten die verschieden Spiele und Schnitzeljagden aus. Dabei stand uns Frau Ernst tatkräftig zur Seite und gab Tipps und Verbesserungsvorschläge.



Außerdem besuchten wir des Öfteren unsere Klassen, um sie unter anderem über die Lesenacht zu informieren und um uns gegenseitig schon ein bisschen kennenzulernen. Die Erstellung eines sehr genauen, ausführlichen Konzepts bis ins Detail war zwar zeitaufwändig, sollte sich aber später als äußerst hilfreich erweisen!

Als dies geschafft war, beschäftigten wir uns kurz vor der Lesenacht vor allem mit organisatorischen Fragen wie dem Elternbrief, der Dekoration der Klassenzimmer oder dem Frühstück am nächsten Morgen. Zudem kümmerten wir uns um den Einkauf von Getränken und Verpflegung, deren Kosten dankenswerterweise der Elternbeirat übernahm. Die Eltern der Kinder spendierten außerdem Kuchen und Snacks.

Somit konnte die Lesenacht endlich losgehen...! Wir Betreuerinnen trafen uns am Freitagnachmittag mit den zuständigen Lehrerinnen, um Vorbereitungen zu treffen und den Fünftklässlern einen schönen Empfang zu bereiten. Ein jeder gab sich große Mühe, und es wurden Stühle hin- und hergetragen, Tische verschoben, Girlanden und Plakate aufgehängt, Namensschilder gebastelt, Luftballons aufgepustet… besonders die Schnitzeljagden und Nachtwanderungen mussten perfekt aufeinander abgestimmt werden, damit sich niemand in die Quere kommen konnte.


Die Zeit verging unglaublich schnell, weil wir alle so beschäftigt waren, und dann wurden auch schon bald die ersten Kinder angeliefert. Als die Eltern ihre Kleinen in unsere Obhut gegeben hatten, durften alle ihre Schlafecken aufbauen und erstmal das selbstbestückte "Buffet" plündern. Die meisten Kinder und auch einige Betreuerinnen hatten nämlich von zuhause selbstgebackenen Kuchen, kleine Häppchen oder Süßigkeiten mitgebracht.
Anschließend gab es eine kurze Einführung (mit ein paar kleinen Regeln), und dann ging&ptrime;s auch schon auf zum ersten Spiel! Damit sich die Kinder richtig austoben konnten, spielten wir erst einmal Kennenlernspiele, wie "Obstsalat" oder "Menschen-Memory".
Als nächster Programmpunkt stand bei den meisten Gruppen Lesen auf dem Plan. Dafür wurde von den Betreuerinnen im Vorfeld schon viel geübt, um die Kinder durch interessant gestaltetes Vorlesen fürs Zuhören und eigenes Lesen zu begeistern. Einige von uns bewiesen schauspielerische Fähigkeiten beim Vortragen der Textstellen mit verteilten Rollen. Es gelang uns, sogar die "Wenig-Leser" durch witzige Passagen zum Lachen zu bringen und somit das Interesse an Büchern zu wecken. Im weiteren Verlauf des Abends standen bei einigen Gruppen weitere Vorleserunden, Selbstleseangebote und Ausschnitte verfilmter Bücher auf dem Programm.
Jede Klasse durfte außerdem eine - mit viel Liebe zum Detail geplante - Schnitzeljagd absolvieren. Alle meisterten die teilweise sehr anspruchsvollen Aufgaben, wie die Zusammensetzung eines "Umpa_Lumpa_Songs", mit Bravour und erhielten am Ende ihren wohl verdienten Schatz. Dazwischen gab es immer wieder ausreichende Essens- und Erholungspausen mit vielen Snacks und Süßigkeiten für die Kinder und Betreuer, obwohl die einzelnen Abläufe recht straff mit Programm gefüllt waren. Immer waren unsere drei Aufsichtspersonen Frau Ernst, Frau Krompaß_Heinzl und Frau Schneider bei etwaigen Schwierigkeiten zur Stelle und standen uns mit Rat und Tat zur Seite. Somit stellte es meistens kein Problem für uns dar, die Kinder zu bändigen.
Am späten Abend fanden zum Beispiel mit einer Nachtwanderung, dem Lösen von Kriminalfällen oder Gruselgeschichten absolute Highlights statt. Ein für alle Beteiligten sehr lustiger, aber auch anstrengender Abend ging somit zu Ende. Was uns Betreuerinnen aber am meisten überraschte, war die Tatsache, dass einige Kinder trotz der vielen Aufregung und Bewegung immer noch topfit waren. Ans Einschlafen wollten sie schlichtweg nicht denken, und so würde es keine allzu lange Nacht für manche Fünftklässler und Betreuer. Dennoch ließen sich einige wenige von Störungen nicht beirren und fanden ihren Schlaf, während ihre sehr wachen Freunde bereits um halb sechs Uhr morgens wieder spielen wollten.


Als dann auch der Rest aufgewacht war, begannen langsam alle Gruppen mit dem Aufräumen. Mit der fleißigen Hilfe von jedem war dies auch sehr schnell erledigt und alle konnten sich auf das Frühstück freuen. Im Bistro hatten die Schüler die Auswahl zwischen Semmeln und Brezen mit verschiedenen Beilagen. Als Erfrischungen bot das Lesenacht-Team Milch, Orangensaft und Wasser an. Am Frühstückstisch erzählten sich die Schüler gegenseitig eifrig von ihren Erlebnissen. Viele wollten am liebsten gleich nochmal eine Lesenacht mitmachen!

Im Anschluss begaben sich die einzelnen Klassen zusammen auf den Schulhof und machten einige Klassenfotos zur Erinnerung an diesen, wie die Kinder treffend beschrieben haben, legendären Abend. Anschließend warteten wir Leiter und vor allem die Kinder sehnsüchtig auf ihre Eltern. Um die Wartezeit zu überbrücken, spielten wir noch Spiele und machten eine Feedback-Runde, und zu unserer großen Freude stellten wir fest, dass es allen Kindern sehr viel Spaß gemacht hat! Als dann allerdings die Fünftklässler alle wieder zuhause waren, gab es für uns Leiterinnen und die Lehrer nochmals ordentlich Arbeit!
Auf uns warteten noch einige Stunden, die wir mit dem Aufräumen der einzelnen Klassenzimmer und des Bistros verbrachten. Gegen Mittag waren zwar die Aufräumarbeiten fertig, das Lesenacht-Team aber erst recht! Jeder freute sich auf ganz viel Schlaf, der dringend nachgeholt werden musste. Trotz der Anstrengung möchten wir uns bei den Schülern für die große Motivation bei den Spielen und die Aufmerksamkeit beim Vorlesen bedanken. Ein weiterer großer Dank geht nochmals an den Elternbeirat, der uns finanziell sehr unterstützt hat! Es waren tolle Stunden, in denen wir alle mit Freude dabei waren, und wir hoffen, dass vielleicht auch die kommenden fünften Klassen die Möglichkeit bekommen, an einer Lesenacht teilzunehmen!

Das Lesenacht-Team



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