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Fachschaft Englisch 2010/11 – same procedure as last year?

Nun, Miss Sophie aus "Dinner for one" würde das bejahen. Doch für die Fachschaft Englisch stimmt das nur zum Teil. So war das vergangene Schuljahr geprägt von der Tatsache, dass es zwei Abiturjahrgänge zu verabschieden galt. Der zu erwartende erhebliche Mehraufwand hinsichtlich Vorbereitung und Korrekturen hatte natürlich Auswirkungen auf den "Veranstaltungskalender".
In der ersten Fachsitzung wurde deshalb beschlossen, die zusätzlichen Belastungen so weit als möglich zu reduzieren. So standen zwar wie jedes Jahr die Zentralen Jahrgangsstufentests auf dem Programm, an denen wieder alle Schüler der 6. und 10. Klassen teilnahmen, aber es wurde auf Aufführungen einer englischen Theatergruppe genauso verzichtet wie auf den schon legendären Storyteller Jim Wingate. Auch gab es diesmal weder eine Studienfahrt nach England noch einen Austausch mit unserer Partnerschule in Dundalk, Irland. Da allerdings unsere Partnerschule in Atlanta, Georgia, zum ersten Mal wieder seit 2007 Interesse an einem Austausch signalisiert hatte, wurde diese Gelegenheit nicht abgewiesen. Doch auch hier gab es Abweichungen im Vergleich zum normalen Ablauf. Aufgrund des dichten Abiturprogramms war es unseren Schülern und vor allem Begleitlehrern nicht möglich wie üblich um die Osterzeit herum in die USA zu reisen. Sie werden erst Ende der großen Ferien ihre Reise nach Atlanta antreten. Unsere 12 Gastschüler allerdings waren mit ihren Begleitern Anne Saunders und Rick Demmer bereits in der Woche vor Pfingsten und der ersten Ferienwoche bei uns am Maristengymnasium. Dank der guten Vorbereitung und Begleitung durch Erwin Gierl, Irmgard Bücherl und Jürgen Göschl war der Aufenthalt ein besonderes Erlebnis.

Auch auf der europäischen Ebene der Maristen tut sich etwas. Beim Treffen von verschiedenen Vertretern der europäischen Einrichtungen der Maristen in Dublin im vergangenen November war angeregt worden, dass sich die Schulen etwas stärker vernetzen könnten. Und ein Ergebnis dieses Treffens ist das sogenannte "Culture in a box"-Projekt, an dem auch zwei Klassen unserer Schule mit der Partnerschule in Dundalk teilnahmen. Dabei geht es darum, Schülern der jeweiligen Partnerschule an Hand von sechs ausgewählten Gegenständen die jeweils eigenen regionalen Besonderheiten nahezubringen. Vor allem Traditionen stehen dabei offensichtlich im Vordergrund. Diese Gegenstände werden einzeln verpackt und nummeriert der Partnerschule zugeschickt. Die Erklärungsbriefe oder Emails kommen dann jeweils im Abstand von einer Woche. Solange haben die Schüler der Partnerschule dann Zeit, über den Gegenstand nachzudenken und etwas darüber herauszufinden. So lernten unsere Schüler z.B. etwas über die Farben der irischen Flagge, St. Brigid′s Cross und Hurling. Und die Schüler unserer Partnerschule in Dundalk erfuhren etwas über BMW, die Tradition der Biergärten und der Trachten und noch einiges mehr. Dies war wirklich eine großartige Aktion und kann ruhig wiederholt werden - auch mit unseren Partnerschulen in Frankreich und Spanien.

Ein weiteres einschneidendes Ereignis in diesem Schuljahr war die Krankheit von Elisabeth Kössinger-Vordermeier und ihre dadurch bedingte Zeit der Abwesenheit. Tobias Thurner und Magdalena Hendlmeier waren uns in dieser Situation eine sehr großt;e Hilfe. Ganz herzlichen Dank euch beiden und auch allen Kolleginnen und Kollegen, die den beiden tatkräftig zur Seite standen. Und dir, Elisabeth, wünschen wir von ganzem Herzen alles erdenklich Gute, auf dass wir dich bald wieder in unserer Mitte gesund und wohlbehalten begrüßen können.
Tja, und schließlich ein Wort zu dem eingangs erwähnten doppelten Abitur. Es war ein ganz schönes Stück Arbeit. So waren im G9 wieder drei Leistungskurse und eine Reihe Schüler aus den Grundkursen zu versorgen. Im G8 war die Korrektur gedrängter und der Aufwand bezüglich der Vorbereitung der dezentralen mündlichen Abiturprüfung enorm. Hier möchte ich allen beteiligten Kolleginnen und Kollegen danken für das angenehme und kooperative Korrekturklima. Ein Dank geht auch an Vincent Ernst, dass er seine Mama Monika in der kritischen Phase des Abiturs nicht gestresst hat und nicht darauf gedrängt hat, etwas frühzeitig Mama und Papa zu begrüßen. Danke auch an Monika Ernst - und ihre so verständnisvolle Frauenärztin - dass Monika noch ihr gesamtes Abitur trotz Mutterschutz durchgezogen hat. Natürlich gratulieren wir dir ganz herzlich zu diesem wohlgeratenen Sohnemann.
Eine kritische Bemerkung zum Abitur sei mir an dieser Stelle noch erlaubt. Ich hielte es für wesentlich sinnvoller, wenn zwar alle Schüler in Deutsch und Mathematik Abitur machen müssten, ihnen aber freigestellt würde, ob schriftlich oder mündlich. Dies würde viel stärker den individuellen Neigungen der Schüler zugute kommen. Wo doch derzeit individuelle Förderung so sehr groß geschrieben wird, ist diese Form des Abiturs kontraproduktiv.

Wie es mit eventuellen Schulreformen weitergeht, betrifft eine Kollegin in unserer Fachschaft aber sicherlich nicht mehr. Mit einem weinenden und einem lachenden Auge entlassen wir unsere altgediente, aber jung gebliebene "Mrs President from the Crocodile Islands" Doris Eder in den wohl verdienten Ruhestand. Wir sind uns sicher, dass du, Doris, die kommende Zeit genießt und wünschen dir dafür Gesundheit und Gottes Segen.
Im Namen der gesamten Fachschaft Englisch (mit ihren Ehrenmitgliedern) wünsche ich allen Schülern, Lehrern und Eltern und allen, die am Maristengymnasium beschäftigt sind, eine erholsame Ferienzeit.


Rupert Forst


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