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Englisch am MGF 2015/16

Das Schuljahr 2015/16 geht zu Ende und wir alle fragen uns so kurz vor den Ferien, was es an Eindrücken und Erinnerungen hinterlässt. Die Routine des Schullebens, die ständigen Vorbereitungen und Korrekturen von Tests, der Schulalltag waren eben alltäglich und sind bald schon vergessen. Einige Ereignisse werden aber dem ein oder anderen noch länger in Erinnerung bleiben und es lohnt sich, einmal auf das Jahr zurück zu blicken.

Ob sich die Kinder der 6. und 7. Klassen noch an Jim Wingate erinnern, jenen walisischen Storyteller mit seiner beeindruckenden Erscheinung? Horst Scherbl hatte seinen Besuch für den 12. Oktober sehr gut vorbereitet und immerhin waren einige Schüler so beeindruckt, dass sie mit Jim Wingate ein Interview führten. Natürlich auf Englisch.
Frau Ute Hubner wird ihr Experiment zu Beginn des Schuljahres wohl eher nicht vergessen. Sechs Wochen lang war sie im Austausch mit Frau Carol O’Shea an einer Schule in Südirland. Schuluniformen und Dress-Code für Lehrer sowie in der Regel jeden Nachmittag Unterricht sind dort an der Tagesordnung und durchaus für einen Lehrer einer deutschen Schule gewöhnungsbedürftig. Frau O’Shea dagegen waren das deutsche Test- und Beurteilungssystem unbekannt. Zudem stellte sie fest, dass es ziemlich schwierig ist, die eigene Muttersprache von den Strukturen und der Grammatik her zu unterrichten, wenn man das noch nie gemacht hat. Und unsere Schüler mussten sich erst an ein Englisch gewöhnen, das so gar nicht nach dem klingt, was sie sonst zu hören bekommen. Und trotzdem, oder vielleicht gerade deswegen war Frau Carol O’Shea eine Bereicherung.
Zweifellos wird den Schülern der 10. Klassen die Studienfahrt nach Südengland und London im März dieses Schuljahres in Erinnerung bleiben. Herr Isidor Huber hatte für dieses Jahr von Herrn Scherbl die Organisation der Fahrt übernommen. Ein Novum war es auch, dass mit Frau Magdalena Froschhammer und Herrn Alois Pribil Kollegen anderer Fachschaften diese Studienfahrt begleiteten, was vor allem dem Umstand geschuldet ist, dass gleichzeitig noch weitere Auslandsfahrten nach Frankreich, Italien, Spanien und nach Atlanta, USA stattfanden und somit viele Lehrer im Einsatz waren. Diese „interdisziplinäre“ Zusammenarbeit zwischen den Fachschaften war jedenfalls eine sehr positive Erfahrung.
Und der Austausch mit unserer Partnerschule in Atlanta ist den Schülern sowieso immer ein unvergessliches Erlebnis. Herr Jürgen Göschl, der auch die Organisation übernommen hatte, und Frau Irmgard Bücherl waren vom 13. bis 30. März mit Schülern der 11. Klassen in den USA und der Gegenbesuch, begleitet durch Herrn Mark Craddock und Frau Jennifer Hogan, fand vom 5. bis zum 21. Juni statt. Das Kennenlernen der unterschiedlichen Systeme und Kulturen sowie die vielen Freundschaften, die entstehen, sind sehr wertvolle Erfahrungen, die den ein oder anderen sogar ein Leben lang begleiten.
Eine ähnliche, vielleicht noch nicht ganz so intensive Erfahrung konnten Schüler unserer 8. Klassen machen, da es in diesem Schuljahr erstmals einen Austausch mit der Catholic University School (CUS), einer unserer maristischen Schwesterschulen in Dublin gab. Vom 5. bis zum 10. April waren 8 irische Schüler mit ihren Begleitlehrerinnen Lynn Mayberry und Erica Jeffers bei uns zu Gast und der Gegenbesuch fand unmittelbar darauf vom 19. bis 24. April statt. Dabei ist für unsere irischen Freunde die Passauer Gegend auf ihre Weise ein Erlebnis, ebenso wie Dublin unsere Schüler begeistert. Übrigens haben vier Schülerinnen aus unseren 10. Klassen noch für dieses Jahr einen Individual-Austausch mit Gleichgesinnten aus Dublin arrangiert. Wir sind sehr auf ihre Erfahrungen gespannt.
Alle diese Maßnahmen sind das Ergebnis der stärkeren Vernetzung aller europäischen Maristenschulen, welche mit dem ersten europäischen Maristenforum 2008 in Paris seinen Anfang nahm und soll in den kommenden Jahren ausgebaut werden.
Und das nimmt schon ganz konkrete Ausmaße an. So sind für das kommende Schuljahr neben dem einwöchigen Austausch der 8. Klassen zwei zweiwöchige Austausch-Fahrten nach Dublin für Schüler der 9. und 10./11. Klassen geplant.
Und ein besonderes Highlight ist für den Oktober 2016 vorgesehen. Wohl an einem verlängerten Wochenende irgendwann zwischen dem 3. und 28. Oktober findet in Dublin ein Fußballturnier zwischen den Schulen Chanel College, Dublin, St. Mary’s College, Blackburn, und dem Maristengymnasium Fürstenzell statt, dem sogenannten Thorpe Cup. Herr Andreas Stocker und Herr Huber sind bereits im Gespräch mit dem Leiter von Chanel College, Mr Declan Mowlds. Solch ein Turnier hatten die Schülervertreter der europäischen Maristenschulen auf dem Forum 2014 in Toulon als regelmäßige Einrichtung angeregt. Es ist sehr erfreulich, dass dies nun konkrete Formen annimmt. So lernen unsere Schüler immer mehr, dass sie in Europa Freunde haben und ein gutes Maß an Lerneifer durchaus die Verständigung erleichtert.
Einen nicht unerheblichen Eifer und Zeitaufwand legten vierzehn unserer Schüler aus der Oberstufe an den Tag, als sie in diesem Jahr an den Prüfungen des CAE, des Certificate of Advanced English teilnahmen. Und die Ergebnisse können sich sehen lassen. Zehn Schüler bekamen den fortgeschrittenen Level C1 bestätigt, eine Schülerin in der 11. Klasse immerhin bereits Abiturniveau und drei Schülerinnen und Schüler den hervorragenden Level C2 des europäischen Referenzrahmens, einen Level, den andere erst durch jahrelanges Studium erreichen. Euch allen - und Herrn Andreas Stocker für seine „Begleitarbeit“ - gebührt unser vollster Respekt!

Das Schuljahr 2015/16 brachte der Fachschaft Englisch auch personelle Veränderungen, von denen einige abzusehen waren, andere überraschend kamen.
Frau Katharina Kluiber übergab - etwas früher als geplant - im Oktober ihre Klassen, um sich auf die Geburt ihrer Tochter Anne vorzubereiten. Aus diesem Grund - und weil Frau Ulrike Müller sich entschieden hatte, noch ein weiteres Jahr für die Familie zu Hause zu bleiben - bekamen wir in diesem Schuljahr Verstärkung durch Frau Magdalena Hendlmaier und Herrn Tobias Thurner. Beide fanden sich sehr schnell im Schulbetrieb und im Kollegium zurecht und wir sind dankbar für die sehr gute Arbeit und ihr großes Engagement. Das Ganze klingt beinahe wie Abschied und in der Tat ist ihre Zukunft bei uns am Maristengymnasium zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht gewiss. Wir würden es sehr bedauern, wenn wir beide am Ende des Schuljahres verlieren würden. Aber noch lassen gewisse Unwägbarkeiten auf ihren Verbleib am MGF hoffen.
Herr Horst Scherbl musste dagegen nach Ostern krankheitsbedingt für den Rest des Schuljahres eine Auszeit nehmen. Die gute Nachricht jedoch ist, dass er im neuen Schuljahr wieder kommen wird, wenn auch zunächst mit einem reduzierten Stundenplan. Wir wünschen ihm von ganzem Herzen, dass er wieder fit wird und die nötige Gelassenheit findet, die für die Gesundheit so wichtig ist.
Eine schmerzliche Lücke hinterlassen wird Herr Isidor Huber, der 1987 ans Maristengymnasium kam und nun nach 29 Jahren in Altersteilzeit geht. Am MGF war er Fachbetreuer für Englisch, ab 1997 Kollegstufenbetreuer und seit 2004 stellvertretender Schulleiter. Was Isidor Huber für die Planung und Umsetzung der Schul-Sanierung geleistet hat, ist nicht hoch genug einzuschätzen. Auch hat er unermüdlich an der Idee der Vernetzung der europäischen Maristenschulen mitgewirkt und viele Verbindungen geknüpft. Und in dieser Beziehung wird er uns gottseidank noch eine Weile erhalten bleiben, weil zum Einen unsere Schule noch nicht fertig saniert ist und es darum ein großer Fehler wäre, auf seine enorme Erfahrung mit Planern, Behörden und Geldgebern zu verzichten. Zum anderen hat Isidor Huber sich bereit erklärt, unsere maristischen Austauschprogramme mit vorzubereiten und zu begleiten, was uns eine sehr große Hilfe ist, bis sich jüngere Hände finden, die diese Aufgabe übernehmen können. Isidor, wir wünschen dir Gesundheit und viel Energie für die kommende, hoffentlich wesentlich stressfreiere Zeit. Oder wie die heutige Jugend sagen würde: Chill mal deine Basics!

Rückblickend bleibt mir nur noch, liebe Kolleginnen und Kollegen, euch Dank zu sagen für eure Arbeit für unsere Kinder, die tolle Zusammenarbeit und euren Einsatz für unsere Schule. In unserem Tun und Sein prägen wir ganz entscheidend „für die Menschen draußen“ das, was man unter Maristengymnasium versteht, ob wir das nun so wahrhaben wollen oder nicht. Und das ist unsere Verantwortung. Euch und allen Schülerinnen und Schülern wünsche ich eine erholsame Ferienzeit, auf dass wir uns hoffentlich im kommenden Schuljahr gesund wiedersehen.

Rupert Forst


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