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Fächer > Geographie > Vinschgau 16


P-Seminarfahrt "Planung und Durchführung einer Exkursion ins Vinschgau"

Am Mittwoch, den 11. Mai 2016 ging es für unser P-Seminar "Planung und Durchführung einer Exkursion ins Vinschgau" der Q11, geleitet von Herrn Stefan Meier und noch zusätzlich begleitet von Frau Stefanie Karlstetter, los.
Nach sechseinhalb Stunden Fahrt gelangten wir endlich an unseren ersten Stopp: den Reschensee. Mit Regenschirmen und Regenjacken ausgestattet, betrachteten wir den im See versunkenen Kirchturm. Einige von unserer Gruppe waren sogar so mutig und sprangen in den eiskalten Gebirgssee - dafür war ihnen danach bei einer Außentemperatur von ca. 10°C nicht mehr kalt.
Direkt nach unserer Mittagspause am Reschensee ging es weiter nach Laas, wo wir eine äußerst interessante Führung über den dort so berühmten weißen Marmor bekamen und gleichzeitig auch den Ort erkunden konnten. Dort gab es die Kunstwerkstatt, in der Skulpturen gefertigt wurden. Es gab Wege, die anstatt mit Pflastersteinen einfach mit Marmor ausgelegt wurden und auch der Friedhof war interessant, da die Grabsteine fast ausschließlich aus Laser Marmor bestehen. Jeder wurde zum Schluss mit einem Marmorstein als Andenken ausgestattet und dann ging es für uns das erste Mal zum Hotel, wo wir auch bald etwas Warmes zu essen bekamen und den Abend entspannt ausklingen lassen konnten.
Am nächsten Morgen spielte das Wetter leider wieder nicht mit, die Berge waren durch den dicken Nebel nicht sichtbar und dass wir im niederschlagsärmsten Gebiet der Alpen waren, merkte man auch kaum. Trotzdem ging es nach dem Frühstück mit unserem Programm weiter und wir fuhren zur Ostgenossenschaft in Glurns. Dort wurden wir in der Fabrik herumgeführt, in der Äpfel, aber auch andere Obst- und Gemüsesorten weiterverarbeitet werden. Bestückt mit ein paar Äpfeln besahen wir uns den Ort Glurns und suchten uns für das Mittagsessen einen trockenen Platz auf dem Wehrgang der alten Burgmauer, die vollständig erhalten die kleinste Stadt des Alpenraum umschließt.
Dankenswerterweise hörte der Regen dann auf und wir konnten die Malser Haide verhältnismäßig trocken durchqueren, abgesehen von den Bewässerungsanlagen, die durchs ganze Tal gingen und auch sämtliche Spazierwege abspritzten. Ziel war das Benediktinerkloster Marienberg, das sich weiter oben befand, deshalb verlie&azlig;en wir das Tal und begannen mit dem Aufstieg. Nach dem sehr anstrengenden Marsch - zu heiß wurde uns dank der extrem niedrigen Außentemperaturen nicht wirklich - wurden wir vom Abt Markus Spanier höchstpersönlich in dem gesamten Klostergebäude mit Museum, Krypta, Kirche und Klausur herumgeführt und erfuhren viel über das Kloster an sich, aber auch über das Leben dort, was ziemlich interessant war. Ein wenig erleichtert, den Weg zurück nicht zu Fuß erledigen zu müssen, fuhren wir mit dem Bus zurück ins Hotel, aßen, saßen noch ein wenig zusammen und gingen dann erschöpft schlafen.
Am letzten Tag verließen wir in der Früh das Hotel und fuhren zu der in Schluderns liegende Churburg, in der wir auch eine sehr informative Führung erhielten. Mittlerweile waren die Berge wieder sichtbar und trotz der Wolkenmassen konnte man den Blick über das Tal genießen. Die Churburg war dann auch schon unser letzter Halt und wir mussten Abschied nehmen vom schönen Vinschgau, das selbst bei schlechtem Wetter in seiner Schönheit nicht erblasst.

Alena Rudel, Q11


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