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Karrieremesse an der Universität Passau

Es war langjährige Tradition, dass am Maristengymnasium in einem zweijährigen Turnus einen Berufsinformationsabend (ursprünglich "Karrieremesse“) stattfand. Diese Idee machten sich die Wirtschaftsjunioren Passau e.V. im Projekt "wj4school" zu eigen. Sie veranstalten nunmehr seit 2016 die sog. Karrierebörse als Angebot für weiterführende Schulen aus Stadt und Landkreis Passau. Diese Karrierebörse findet an der Universität Passau statt. An mehr als 30 Ständen von Unternehmen aus dem Passauer Raum bzw. Vertretern von Hochschulen können die SchülerInnen der Q11 und Q12 Kontakte mit regionalen Unternehmen herstellen, sich Impulse für die spätere Berufswahl verschaffen und Informationen einholen, wie z.B. Ferienarbeit, Praktika, Ausbildung oder duales Studium. In Vorträgen bekommen sie Informationen zu Modalitäten des Studierens insgesamt, zur Wahl bzw. Vergabe von Studienplätzen, zu Studienfinanzierung/Stipendien u.ä.

Hier ein Erfahrungsbericht eines Schülers der Q 12 zur Karrieremesse "wj4school“ der Universität Passau am 11. Oktober 2018

Am 11. Oktober 2018 traf sich die Jahrgangsstufe 12 des Maristengymnasiums Fürstenzell an der Universität Passau um die Vorträge und Messeausstellung der diesjährigen Berufs- und Karrieremesse "wj4school“ zu besuchen. Es begann mit dem ersten Vortrag zum Thema "Starke Leistungen aus einem starken Landkreis“ in einem der Hörsäle. Ziel des Vortrages war es, den Schülern die beruflichen Möglichkeiten in der Heimatregion näher zu bringen. Das Konzept des Vortrages lag darin, Fragen zu bestimmten Unternehmen zu stellen und die Zuhörer erraten zu lassen, um welche Firma es sich handelte. Beispiele hierfür waren: "Wer ist der größte Hersteller von Antriebsachsen im Motorsport, zum Beispiel für Audi Sport oder Mercedes-AMG?“ Die Antwort war in diesem Fall "Drexler Automotive GmbH“ aus Salzweg. Anschließend wurden auf einigen Folien weitere Details, wie beispielsweise die aktuelle Mitarbeiterzahl, sowie Informationen zu Ausbildungsmöglichkeiten der Unternehmen dargestellt. Im Falle der Firma Drexler Automotive waren dies zu dem Zeitpunkt ca. 1.000 festangestellte Mitarbeiter sowie 15 Stellen für Auszubildende.
Generell wurde den Zuhörern ein breites Spektrum an Unternehmen vorgestellt und so viele Möglichkeiten für einen möglichen zukünftigen Beruf gegeben. Der Fokus lag aber trotzdem sehr deutlich bei modernen technischen Berufen, was sicherlich nicht jedem gefallen hat. Außer Stellen für Bauarbeiter bei Berger Bau SE sowie als Bäckereimitarbeiter bei der Geniesserbäckerei Pilger e.K., gab es hier leider keine weiteren Informationen.
In einem weiteren Vortrag wurde das Anmeldeverfahren für Universitäten, insbesondere für die Universität Passau, vorgestellt. Schwerpunkte hierbei waren Informationen zu verschiedenen Studiengängen und ihrer Zugehörigkeit zu den unterschiedlichen Fakultäten der Universität. Weiterhin wurde das online-Bewerbungsverfahren Schritt für Schritt erläutert. [...]
Nach einer kurzen Pause kam jedoch das für mich Sinnvollste des gesamten Tages, nämlich die vergleichsweise kleine aber dennoch sehr informative Messe mit vielen der im ersten Vortrag angesprochenen regionalen Unternehmen. Am Ende war ich sogar überrascht, welch große Zahl besonders an vergleichsweise hochtechnologischen und spezialisierten Unternehmen es doch in nächster Nähe gibt.
Einer der ersten Stände, welchen ich besucht hatte, war der der Johannes-Kepler-Universität Linz. Zuerst muss man sagen, dass ich mir zu diesem Zeitpunkt bereits relativ sicher bei meiner Wahl eines Studienfaches war. Mein Plan war es, ein Studium an der Fachhochschule Oberösterreich, welche sich ebenfalls in der Nähe von Linz befindet, abzuschließen. Dennoch ist es immer hilfreich, auch Alternativen zu betrachten. Genau darum drehte sich auch mein Gespräch mit den Vertretern der Universität Linz, welche mir unter anderem ähnliche Studiengänge zu dem von mir favorisierten Studienfach zeigten. Letztendlich bekam ich einen sehr ausführlichen Katalog zur Studienberatung und Informationen der Johannes-Kepler-Universität überreicht.
Weiter ging es am Stand der Technischen Hochschule Deggendorf. Wie bereits bei der Universität aus Linz ging es mir hauptsächlich wieder darum, Informationen über eventuelle alternative Studienfächer zu bekommen. Besonders interessant gestaltete sich für mich das Gespräch aus dem Grund, dass es sich hierbei um eine relativ ähnliche Schule wie der Fachhochschule Oberösterreich handelt und auch viele der angebotenen Studienfächer ähnlich zu denen der von mir zu diesem Zeitpunkt favorisierten Hochschule aus Linz sind. Zum aktuellen Zeitpunkt habe ich meinen ursprünglichen Gedanken mittlerweile etwas verändert und favorisiere sogar die Technische Hochschule Deggendorf aus Gründen der Entfernung und der Tatsache, dass ich in Deggendorf wahrscheinlich keine eigene Wohnung benötigen würde, was aufgrund der etwas abgelegenen Lage der Oberösterreicher Hochschule sonst der Fall gewesen wäre. Andererseits erhielt ich wieder Informationen und Broschüren zu den angebotenen Studienfächern. Damals konnte mich das Angebot nicht vollständig überzeugen, doch mittlerweile wurde mir bewusst, dass insbesondere der Bachelorstudiengang "Elektro- und Informationstechnik“ meinen Vorstellungen eventuell sogar besser entspricht als der doch sehr spezielle Bachelorstudiengang "Hardware-Software-Design“ der Fachhochschule Oberösterreich. Diese Vergleiche wurden auch während des Gespräches auf der Karrieremesse häufi gemacht und letztendlich ziehe ich ein sehr positives Fazit aus der Beratung zu den Studienmöglichkeiten an der Technischen Hochschule in Deggendorf.
Nachdem ich mich, wie bereits genannt, aktuell ausschließlich für einen Studiengang im technischen Bereich interessiere, besteht für mich zum aktuellen Zeitpunkt nicht der dringende Bedarf an Informationen zu späteren Arbeitgebern, da sich meiner Meinung nach erst während des Studiums herauskristallisieren wird, was letztendlich die genaue Fachrichtung meiner Ausbildung sein wird. Interessiert zeigte ich mich jedoch an möglichen Verdienstmöglichkeiten während des Studiums. Dies war zwar sicherlich nicht der eigentliche Zweck der Berufs- und Studienmesse in Passau, dennoch konnte ich einige Informationen von mehreren Unternehmen erhalten, bei welchen es eventuell möglich wäre, während des Studiums etwas Geld zu verdienen.
Aufgrund meines großen Interesses an Technik und besonders an Informatik sprang mir sofort der Stand der Firma MSG Systems AG mit Standort Passau ins Auge. Konkrete Informationen zu Studienjobs bei diesem Unternehmen konnte ich gemäß meiner Erwartung leider nicht erhalten. Dennoch wurde mir, nach kurzer Darstellung meiner Kenntnisse im Bereich der Informatik, empfohlen, einfach den Kontakt zur Firma aufzunehmen und diesbezüglich nachzufragen.
Schließlich besuchte ich aus rein persönlichem Interesse noch den Stand des Unternehmens Wethje Carbon Composites GmbH aus Hengersberg. Hier werden Kohlefaser-Verbundwerkstoffe für den Motorsport hergestellt. Da ich eher an einem Studium interessiert war, konnte mir für meine spätere Ausbildung nur wenig weitergeholfen werden. Überraschend war jedoch die Tatsache, welch hochspezialisierte Unternehmen es in der nahen Region gibt und dass es später nach dem Abschluss eines technischen Studiums offensichtlich sehr gute Karrieremöglichkeiten gibt, ohne weit vom Heimatort entfernt leben zu müssen. [...]
Abschließend kann ich ein sehr positives Fazit aus der "wj4school“ Veranstaltung an der Universität Passau ziehen. Wenn auch die Vorträge am Morgen für mich persönlich keinen so großen Nutzen hatten, war die anschließende Karrieremesse umso informativer und interessanter. Die große Anzahl an anwesenden Unternehmen und Hochschulen überraschte mich. Für mich persönlich war besonders die Tatsache, dass es sich fast ausschließlich um technische Unternehmen handelte, überzeugend. Besonders diese Branche ist offensichtlich in unserer Region aktuell sehr am Wachsen. Dennoch gibt es mit Sicherheit auch noch genügend Arbeitsstellen in anderen Bereichen. Da nicht jeder Schüler an einem technischen Beruf interessiert ist, mag die Messe für manch andere möglicherweise nicht derart interessant wie für mich persönlich gewesen sein. Ich selbst kann mich jedoch keineswegs beschweren und würde solch eine Messe auch aus eigenem Interesse jederzeit wieder besuchen.

Marco Reitmeier, Q12

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