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Das jährliche Praktikum der 10. Klassen

Das seit vielen Schuljahren absolvierte Pflichtpraktikum für die Schüler der 10. Jahrgangsstufe hat sich sehr gut bewährt und die Rückmeldungen von Unternehmensseite und Schülern waren stets sehr positiv. Auf diese Weise hatten die Praktikanten die Möglichkeit, die theoretisch erarbeiteten betriebs- und volkswirtschaftlichen Sachverhalte aus dem Unterricht mittels eines konkreten Praxisbezuges zu veranschaulichen und zu festigen. Außerdem konnten die Schüler Erfahrungen sammeln, welche für ihre berufliche Orientierung hilfreich sind. Es ist im Vorfeld Aufgabe der Schüler, sich das Unternehmen selbst auszusuchen. Ebenfalls ein wichtiger Teil dieses Praktikums stellt bereits die Bewerbungsphase dar, im Zuge derer die Schüler sich beim jeweiligen Betrieb formell bewerben müssen. Neben unmittelbaren Rückmeldungen der Betriebe über die Schüler erstellen diese selbst auch einen Praktikumsbericht, um so den Einblick in das jeweilige Berufsfeld vorzustellen und die eigenen Berufserfahrungen zu reflektieren.


Hier ein Beispiel eines solchen Praktikumsberichts:
Ich hatte mich dazu entschlo&ssen, mein Praktikum in einer Tierarztpraxis zu absolvieren. Also bewarb ich mich bei der Praxis Dres. med. vet. B. Burkert und K. Burkert in Ortenburg. Meine Arbeit enthielt dabei hauptsächlich die täglichen Tätigkeiten einer Tierarzthelferin. Folgende Aufgaben hatte ich dabei in der Praxis zu tun: Ich hatte die Praxisräume für die Sprechstunden herzurichten, dabei Medikamente aufzufüllen, Werkzeuge und Spritzen zu säubern, Computer und Röntgengerät vorzubereiten etc., aber zugleich mu&sste ich auch das „Praxisauto“, mit dem Herr Burkert zur Behandlung von Großtieren zu den Bauernhöfen fährt, bereit machen. Der Druck, nichts zu vergessen, war spürbar. Während der Sprechstunden musste ich Behandlungsberichte mitschreiben und bei allen Behandlungen zur Hand gehen. An zweieinhalb Tagen der Woche war ich nicht in der Praxis vor Ort, sondern durfte mit Herrn Burkert zu Bauernhöfen mitfahren und dort die Behandlungen von Kühen miterleben. Dabei war es meine Aufgabe, die Vorgänge zu beobachten und Kanülen zu säubern. Ich lernte dadurch den Umgang mit besorgten Kunden und schnelles, vor allem sorgfältiges Handeln, wenn es um das Wohl der Tiere ging. Sehr schätzte ich das dort herrschende gute und familiäre Arbeitsklima und die wichtigen Erfahrungen, die ich durch dieses Praktikum machen konnte. Was ich als negativ bzw. belastend empfunden habe, war, dass man sich auf Anhieb sehr viel merken musste, was als Unerfahrene und Ungelernte im medizinischen Bereich eine große Herausforderung darstellte. Dies verursachte mir öfters ein mulmiges Gefühl, stärkte jedoch auch mein Selbstbewusstsein, lieber einmal öfter nachzufragen, als einen Fehler zu riskieren, welcher sich dann auf das Tier auswirken könnte. […] Ich habe dieses Praktikum als sehr spannend und hilfreich empfunden. Die Wahl meiner Praktikumsstelle war definitiv richtig, denn es wurde eine aufregende und aufschlussreiche Woche. Da ich mich schon immer für Medizin bzw. Tiermedizin interessierte, jedoch nicht genau wusste, ob ich diesem Studium und dem späterem Arbeitsleben gewachsen bin, half mir dieses Praktikum in dieser Hinsicht sehr. Denn es ergaben sich auch einige Gespräche mit den Praxisinhabern, welche mir ausdrücklich dazu rieten, nicht Tiermedizin zu studieren (ein Entschluß, zu welchem ich nach dieser Woche auch gekommen war), da die Konkurrenz einfach zu groß ist und immer noch anwächst, das Handwerk nicht mehr so geschätzt ist, man sich jeden Tag, um neue Kunden anzuwerben, neu beweisen muss, sich keinen Fehler erlauben darf und der Umsatz, die aufgewendete Zeit und Flexibilität in keinem guten Verhältnis zueinander stehen. Dadurch hat man vor allem als Frau bei 95% Frauen im Studium schlechte Chancen, sich eine gute Zukunft zu sichern. Die Arbeit mit Tieren hat mir jedoch sehr gut gefallen, weshalb ich mir auch vorstellen kann, in einem anderen Bereich als der herkömmlichen Tiermedizin einmal mit Tieren zu arbeiten. Ein weiteres sehr großes Interesse hege ich für den Teilbereich Chirurgie. Deswegen war es für mich ein sehr großes Highlight, als wir am Dienstag eine sehr aufwändige Operation an einem Hund durchführten und ich diese und noch vier andere, jedoch kleinere Operationen beobachten durfte. Im Großen und Ganzen würde ich ein Praktikum in dieser Praxis weiterempfehlen, auch wenn ich dem einen oder anderen Arbeitstag mit gemischten Gefühlen entgegensah.

Pinzinger Mona, 10c



Ich absolvierte mein Praktikum bei der Siemens AG in Ruhstorf an der Rott und arbeitete dort im Zeitraum vom 01.02. bis zum 05.02.2016 jeweils von 7.00 Uhr bis 15.30 Uhr.
Am ersten Tag bekam ich eine Einführung in die Sicherheitsanweisungen und geeignete Schuhe für die Arbeit. Danach fing ich in der Metallverarbeitung an zu arbeiten, nachdem ich einen Ordner mit Aufgaben für ein Schülerpraktikum erhalten hatte. Mit diesem Heft wurde mir dann von einem Auszubildenden erklärt, was ich zu machen habe. Meine erste Aufgabe war: Ich sollte ein Namensschild erstellen, indem ich ein rohes Stück Messing auf die richtigen Maße feilte, um dann mit einer bestimmten Technik, die mir gezeigt wurde, die Kanten so zu feilen, dass das Stück Messing Phasen mit 45° bekommt. Nach dieser Arbeit wurde es durch einen Azubi in der CNC-Fräsmaschine mit dem gewünschten Namen versehen. Am zweiten Tag hatte ich dann einen Briefbeschwerer aus Stahl gebaut. Hierbei wurden meine Fähigkeiten, mit einer Feile umzugehen, vertieft. Als schwierig stellte sich dabei heraus, das Loch für den Würfel so zu bohren, dass dieser auf einer Spitze steht. Mir wurde erklärt, wie man berechnen kann, mit wieviel Grad man den Würfel drehen muss. Als Letztes wurde der Würfel mit einem Gewinde versehen, sodass man ihn dann auf einer Bodenplatte verschrauben kann.
Am Mittwoch wechselte ich dann in die Elektronikabteilung, wo ich den Umgang mit Verkabelungen lernte. Als Einführungsübung habe ich einfache Schaltpläne verkabelt, die im Anschluß auf Sauberkeit der Verbindungspunkte zwischen den Kabeln und den Ansteckplätzen überprüft wurden. Die zweite übung bestand darin, gekürzte und zurechtgebogene Kupferdrähte nach einer Vorlage zu verlöten, sodass ein Hund entsteht. Nachdem ich noch nie etwas gelötet hatte, ließen meine Anfänge zu wünschen übrig. Der Ausbildungsleiter in der Elektronikabteilung gab mir dann aber einen Draht, der einfacher zu verlöten war und zeigte mir zudem, wie ich den Lötkolben besser halten kann, um bessere Ergebnisse zu bekommen. Aus diesen Verbesserungsvorschlägen lernte ich schnell und zeigte es darin, dass die Lötpunkte präziser wurden.

Nach diesen übungen bekam ich am Donnerstag eine komplexere Aufgabe, bei der ich meine bisher gelernten Fähigkeiten beweisen konnte: Ich sollte einen a-stabilen Wechselblinker auf einer Platine bauen. Die Schwierigkeit bestand darin, dass man diesen Blinker nach einem Schaltplan baut und aus diesem Plan dann erkennen muss, wo eine elektrische Verbindung hingehört und wo nicht. Dies wurde von mir erfolgreich durchgeführt, sodass dieser zu blinken begann, wenn man ihn an das Stromnetz anschloss (siehe Headergrafik).
Am Freitag wechselte ich dann wieder in die Metallabteilung […]. So suchte ich mir aus dem Praktikumsheft eine leichtere, schnelle Aufgabe aus, da ich noch Zeit hatte. Ich baute einen Kerzenständer aus Messing (siehe Headergrafik). Ich hatte aber nicht immer nur Praktisches zu tun, denn in den Gesprächen mit dem Ausbildungsleiter wurde mir viel Theorie beigebracht, wie beispielsweise in einem Gespräch über die verschiedenen Stahlsorten und welcher Stahl sich für was eignet und wie sie sich untereinander unterscheiden. Ein zusätzliches Gespräch brachte mir viele Einblicke in die Angebote eines Dualen Studiums bei Siemens.
Insgesamt waren meine Erfahrungen sehr positiv, da ich viel dazulernen konnte und mir viel gezeigt wurde. Man hat sich sehr gut um mich gekümmert, da ich immer eine Ansprechperson hatte und man mir viel im Unternehmen zeigte (z.B. in einer Betriebsbesichtigung). Außerdem war es sehr interessant, einen Einblick in das Betriebsgeschehen zu erhalten und als Schüler den Alltag mit strengen Arbeitszeiten zu erleben. Zur beruflichen Orientierung war das Praktikum hilfreich, da ich einen sehr genauen Eindruck eines Bereiches des Betriebs bekommen habe. Sehr interessant fand ich auch das Gespräch über das Duale Studium bei Siemens und die Gespräche mit den Studenten selber, die mir viele Einblicke gewähren ließen.

Hannes Weinmann, 10b


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