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Fachschaft Geografie

Wale im Vinschgau?!

"Wo sind denn jetzt eigentlich diese Wale?" Diese Frage stellte sich der Schülergruppe des P-Seminars des MGF auf ihrer Exkursion des Öfteren. Doch wie kam es dazu und konnten wir die Tiere auch wirklich beobachten?
"Wir" sind das P-Seminar "Planung und Durchführung einer Exkursion ins Vinschgau". Unter der Betreuung von Herrn Stefan Meier informierten wir uns im vergangenen Jahr über das Vinschgau unter verschiedenen Gesichtspunkten. Jeder Seminarteilnehmer bereitete dabei ein Gebiet vor und stellte dieses dann in der Form eines Referates dar. So konnten wir schon im Vorfeld der Exkursion über die Geschichte, den Tourismus, die Landwirtschaft und vieles mehr, Wissen ansammeln.

Den zweiten Teil des Seminars stellte die konkrete Planung unserer dreitägigen Exkursion dar. Dabei bestimmten wir gemeinsam, welche Sehenswürdigkeiten wir uns genauer anschauen wollten. Als es dann daran ging, diese Pläne auch in die Tat umzusetzen, standen wir vor der Herausforderung, Führungen Vorort zu buchen. Dies stellte sich als schwieriger als gedacht heraus, da viele Antworten entweder sehr lange auf sich warten ließen oder gleich gar nicht kamen. Letztendlich gelang es uns dennoch, ein tolles Programm für die Fahrt zusammenzustellen.
Nun konnte es endlich losgehen. Wir starteten am Mittwoch den 5.6.19 um 6:30 Uhr in Fürstenzell. Nach etwa sechs Stunden Fahrt erreichten wir unser Mittagsziel, den Reschensee. Dabei handelt es sich um einen künstlich angelegten Stausee. Zu seiner Errichtung wurde ein ganzes Dorf abgerissen und die Einwohner vertrieben. Davon zeugt heute noch der Kirchturm, der stehengelassen wurde und jetzt einsam aus dem Reschensee herausragt. - Viel Wasser, aber keine Wale in Sicht - Am Nachmittag besichtigten wir das Kloster Marienberg in Burgeis. Abt Markus führte uns durch die Anlage und wir konnten die vor einer halben Woche fertiggestellte, moderne Bibliothek bewundern.

Exkursionsgruppe mit Abt Markus vom Kloster Marienberg vor dem Bild des Hl. Benedikt - Ordensgründer des Benediktinerordens

Doch Wale fanden wir auch hier keine. Am Donnerstag brachen wir dann morgens auf, um uns über die Bewässerungssysteme im Vinschgau zu informieren. Hierbei wurde das Geheimnis der "Wale" endlich gelüftet. Bei "Waalen" handelt es sich nicht um große Meeressäuger, sondern um Gräben, die früher zur Bewässerung benutzt wurden. Eine der geographischen Besonderheiten des Vinschgaus ist es nämlich nicht, die größten Tiere der Welt auf 1000 m über dem Meeresspiegel zu beherbergen, sondern der äußerst geringe Niederschlag. Durch diese Gräben wird es möglich, trotz der nur 500 mm Niederschlag im Jahr Intensivlandwirtschaft zu betreiben. Heutzutage werden vornehmlich moderne, elektronisch gesteuerte Bewässerungssysteme gebraucht.
Am Nachmittag erkundeten wir dann mit zwei Führern eine Bunkeranlage in Mals. Diese war Teil der vielen Bunker, die während des 2. Weltkrieges errichtet wurden, aber zum Glück nie tatsächlich im Kampfeinsatz gebraucht wurden. Hierbei erfuhren wir auch sehr viel über die Geschichte dieses Raumes im Allgemeinen.
Am Freitag besichtigten wir dann noch die Churburg im Ort Schluderns, eine über 700 Jahre alte Burganlage, die auch heute noch von Graf Johannes Trapp und seiner Familie bewohnt wird. Nach der Führung dort begaben wir uns auch schon wieder auf den 7-stündigen Heimweg.
Auch wenn wir keine echten "Wale” zu Gesicht bekamen, war die Exkursion doch eine gelungene!

Felix Dorfner, Maximilian Maydl

Im Bann des Nordens - Abenteuer am Polarkreis

GeoComPass--Schule bietet jährlich einen Vortrag für Schülerinnen und Schüler des Landkreises Passau zu bestimmten Erdkundethemen an. Hierzu wird jedes Jahr ein Forscher oder auch Fotograf eingeladen, der von seinen abenteuerlichen Reisen zu bestimmten Gebieten der Welt erzählt und das Ganze sehr anschaulich mit einer tollen und informativen Präsentation vorstellt.

Gastreferent in diesem Jahr war Bernd Römmelt. Der aus München stammende Ethnologe arbeitet seit 2001 als freiberuflicher Fotograf und Reisejournalist. Schwerpunkt seiner Arbeit sind die Alpen, sowie die nordischen Regionen von Alaska, Kanada und Grönland. Er verbringt mehr als 200 Tage im Jahr auf Reisen im In- und Ausland. Bisher veröffentlichte Bernd Römmelt 30 Bildbände zu den unterschiedlichsten Themen. Viele seiner Bilder erscheinen regelmäßig in Zeitschriften, Magazinen und Kalendern.



In seinem Vortrag "Im Bann des Nordens" berichtete er uns von seinen Abenteuern und Erlebnissen während seinen Expeditionen.
6° 33′ 55″ - der nördliche Polarkreis. Bernd Römmelt hat sechs Jahre lang immer und immer wieder den Polarkreis erkundet. Auf 22 Reisen, in über 450 Tagen, erlebte er den Norden der Welt wie kaum ein anderer. Er war in allen Anrainerstaaten + der Arktis unterwegs, um die volle Magie dieser Breiten zu erfahren.
In seinem Vortrag am 19. März 2019 an der Uni Passau nahm er uns mit auf seine abenteuerliche Reise am Polarkreis. Zu Beginn seiner Reise war er viele Wochen im hohen Norden Alaskas, um dort Moschusochsen und Eisbären zu fotografieren. Außerdem dokumentierte er das härteste Hundeschlittenrennen der Welt, das Yukon Quest. Weiter ging seine Reise auf dem winterlichen Dempster Highway in Kanada. Eine lebensgefährliche Fahrt, die sich nur sehr wenige trauen. Er fuhr über die sogenannte Eisstraße über das gefrorene Mackenzie-River-Delta bis ans Eismeer. Je weiter nördlich er sich bewegte, desto wilder wurden die Landschaft und auch die Fahrbedingungen. Dabei hatte er mit den kalten Temperaturen und den vier Stunden Sonne pro Tag zu kämpfen, in welchen er es schaffen musste, zur nächsten Übernachtungsmöglichkeit zu kommen.
Als nächstes erkundete Bernd Römmelt Grönland und segelte durch den Scoresby Sund im wilden Osten des Landes. In den Westfjorden Islands traf er sehr zutrauliche wilde Polarüüchse, sowie Papageientaucher an den Vogelklippen von Látrabjarg. An Norwegens Nordwestküste machte er sich auf Jagd nach Polarlichtern, welche er mit atemberaubenden Aufnahmen festhielt. In Schwedisch-Lappland dokumentierte er das Leben der Sami, eines der ältesten Urvölker der Welt und das älteste Europas.
Das Ende seiner Reise bildete Finnland, dort suchte er wilde Braunbären auf.

Der Vortrag war eine Hommage an eine der schönsten, wildesten, faszinierendsten, aber auch meistbedrohten Regionen der Welt. Gegen Ende zeigte er uns erschreckende Bilder, was unser Verhalten für Auswirkungen auf die Natur hat und appellierte an uns bedachter zu handeln, um unseren geliebten Planeten zu schützen.

Franziska Binar & Jonas Elsper Q11

P. Joseph am Maristengymnasium

"Vanakkam". So begrüßte Pater Joseph Amalraj, Pfarrvikar in der Pfarrei Fürstenzell, die Klassen 10a/d zu seinem Vortrag über Indien im Rahmen des Geographieunterrichts von Herrn Meier und Herrn Brenner.
Als Einführung in seinen Vortrag führte P. Joseph erst allgemeine Fakten über Indien auf, doch schon kurz darauf gewährte er einen tiefen und interessanten Einblick in das Leben der Inder: Unter anderem ging er auf religiöse Unterschiede, das Leben der Menschen in Indien und den indischen Schulalltag ein.
Aber nicht nur diese, sondern auch andere interessante Dinge, welche man im normalen Geographieunterricht nicht behandelt, erklärte Pater Joseph den Schülern: Erstaunt waren die meisten als sie hörten, dass die "heilige Kuh" in Indien wirklich als heilig angesehen wird und auch der rote Punkt tatsächlich seine Bedeutung hat: Früher galt er als Zeichen dafür, dass eine Frau verheiratet ist, auch wenn er heute eher als modisches Accessoire benutzt wird und sogar in verschiedenen Farben erhältlich ist.
P. Joseph nahm sich nach seinem Vortrag noch Zeit für Fragen, die die Schüler an ihn hatten. Erstaunt waren die Schüler über die Vielzahl an Sprachen und Dialekten der indischen Bevölkerung. Auch kritische Themen wie Kinderarbeit und die Stellung der Frau in der indischen Gesellschaft kamen zu Sprache.





"Planet Wüste"

Wie schon einige Jahre zuvor, hatten die Schüler der Q11 auch dieses Jahr wieder die Möglichkeit, im Rahmen von GeoComPass-Schule in der Universität Passau einen Vortrag zu einem geographischen Thema anzuhören. Der diesjährige Referent Michael Martin präsentierte den Schülern sein Projekt mit dem Titel "Planet Wüste". Michael Martin ist Fotograf und Geograph, der seit über 30 Jahren als solcher tätig ist. Er ist einer der wenigen Menschen, der jede Wüste der Welt bereist hat.
Die Aufnahmen seiner Reisen verarbeitet er u.a. in Bildbänden, Büchern und Fernsehproduktionen, für die er bereits zahlreiche Auszeichnungen erhielt. 2009 begann er mit seinen Reisen und Aufnahmen für "Planet Wüste". 40 Expeditionen führten ihn nicht nur zu den typischen Gebieten der Trockenwüsten, sondern auch in die Kälte- und Eiswüsten der Arktis und Antarktis, die den meisten eher unbekannt sind.
Es entstanden eindrucksvolle Bilder von einer scheinbar unberührten Natur. Er lernte verschiedenste Typen von Menschen und Kulturen kennen. Seine Reisen führten ihn in die entlegensten Winkel der Erde, die die wenigsten Menschen gesehen haben. Doch waren die Reisen oftmals unkomfortabel und anstrengend und er musste seine Arbeit unter extremen Bedingungen und Temperaturen ausführen.
Für drei Stunden entführte Michael Martin die Schüler in eine Welt voller besonderen Landschaften die von so unvorstellbarer Schönheit geprägt ist, dass man das Gefühl bekam, die Aufnahmen könnten gar nicht echt sein. Auch zu sehen, auf welche unterschiedliche Art und Weise die Menschen an verschiedenen Orten der Welt leben, beeindruckte die Schüler sehr. Am Ende verließen die Schüler den Hörsaal überwältigt und voller neuer Eindrücke.



Nicola Kutzka, Anna Mauthner

Grenzenlos

Am 26.09.2017 lud "GeoComPass-Schule" einen ganz besonderen Gast ein: Thomas Reiter, der erste deutsche Astronaut, der einen Weltraumausstieg unternahm, und insgesamt etwa ein Jahr im All lebte, länger als jeder andere Deutsche. Er hielt nachmittags explizit für Schüler, unter anderem für die zehnten Klassen des Maristengymnasiums Fürstenzell, einen von persönlichen Erlebnissen geprägten Vortrag über Raumfahrt.
Nach einer kurzen Einleitung über die ESA, die "European Space Agency", und einer kurzen Erklärung der verschiedenen Bereiche der Raumfahrt erzählte Herr Reiter mithilfe einiger Originalvideos von seinen beiden Missionen ins All. Viele kleine Details über die Flugdauer bis hin zu speziellen Manövern ließen den Vortag sehr lebendig werden.
Danach sprach der Referent über den Arbeitsalltag auf der Internationalen Raumstation ISS. Durch Beispielexperimente aus den Bereichen der Medizin, Physik und Biologie, die nur in der Schwerelosigkeit möglich sind, wurde die wissenschaftliche Arbeit verdeutlicht. Ein besonderer Höhepunkt war - wieder unterstützt von Bildern - Herrn Reiters Schilderung seines zweiten Außeneinsatzes. Dieser dauerte zwar nur sechs Stunden, war aber sehr anstrengend: Wie er erklärte, müssen Bewegungen aufgrund des Druckunterschiedes zwischen Raumanzug und Weltall mit großer Kraft ausgeführt werden.
Der nächste Teil des Vortrags beinhaltete beeindruckende, aus dem Erdorbit aufgenommene Bilder und Videos einer andockenden Sonde, einer Sonnenfinsternis, eines Hurrikans, einer Gewitterzelle bei Nacht, bei der man schön die Blitze sehen konnte, einer Wüste und einiges mehr. Doch auch schockierende Bilder von gerodeten Regenwäldern und den Rauchfahnen eines bewaffneten Konflikts wurden gezeigt.
Der Vortrag wurde mit einem Ausblick in die Zukunft geschlossen. Zum einen wurde die Zukunftsvision eines "Moon Village", also einer dauerhaften Mondsiedlung angesprochen, zum anderen ein Blick auf die nächste geplante Marsmission der ESA geworfen.



Jonas Handwerker, 10b

Schüler nach Alaska entführt

GeoComPass-Schule ist eine Veranstaltung, bei der einmal im Jahr ein Vortrag für Schüler der Stadt Passau und der Umgebung zu einem geographischen Thema gehalten wird. Hierzu wird jedes Jahr ein Abenteurer, ein Weltenbummler, eben ein Gastreferent eingeladen, der von seinen Reisen durch besondere Gebiete der Welt erzählt und diesen Vortag mit vielen Bildern sehr anschaulich gestaltet.

2016 war es der 49 jährige, freiberufliche Fotograf und Reisejournalist Bernd Römmelt. Mehr als 200 Tage im Jahr verbringt er auf Reisen im In- und Ausland. Darüber hinaus erscheinen seine Bilder regelmäßig in Magazinen, Zeitschriften und Kalendern. Schwerpunkt seiner Arbeit sind die Alpen, sowie die nordischen Regionen Kanada, Grönland, Island, Spitzberg, Lappland, Russland und Alaska, wovon auch unser Vortrag handelte.
Die Landschaft ist so grandios wie vielfältig. Im arktischen Norden leben Eisbären und Moschusochsen in einer baumlosen, windumtosten eiskalten Tundra, im Prince William Sund im zentralen Süden kalben unzählige majestätische Gletscher ins Meer, im Südwesten ragen riesige extrem aktive Vulkane in den Himmel und im milden Südosten gedeihen die letzten kalten Regenwälder der Erde. Über allem ragt der Mount Mc Kinley, der höchste Berg Nordamerikas.
Bernd Römmelt hat sich auf seiner ersten Alaskareise vor über 20 Jahren in dieses Land der Extreme verliebt und ist seitdem jedes Jahr zurückgekehrt. Auf über 30 Reisen hat er das Land erkundet: zu Fuß, mit dem Kajak oder dem Wasserflugzeug. Keine Anstrengung war ihm zu groß, keine Entfernung zu weit. Er hat Eisbären an dem Walknochen in Kaktovik fotografiert, ist mit Moschusochsen durch die arktische Tundra gezogen, hat Nordlichter über der Brooks Range bewundert, hat inmitten der gr&ounl;ßten Braunbären der Erde gecampt und in den sagenhaften Regenwäldern und Fjorden des Südostens Buckelwale und Schwarzbären beobachtet.
Römmelts Vortrag war wie eine abenteuerliche Reise, führte durch alle Regionen Alaskas und zeigte uns Schülern das Land mit all seiner Vielfalt, Wucht und Schönheit! 600 Schüler aus Schulen der Stadt und des Landkreises Passau - darunter die gesamte Q11 des Maristengymnasiums Fürstenzell mit ihren 111 Schülern - bekamen in dem 2-stündigen Vortrag die atemberaubende Landschaft vermittelt und zeigten ihre Begeisterung am Ende durch lang anhaltenden Applaus.




Isabelle Jendrusch, Selina Kantzog, Selina Häring

Schülerfahrten

In den vergangenen Jahren führten Schülerfahrten im Rahmen des Geographieunterrichts zu verschiedenen Exkursionszielen.
Im Folgenden wollen wir Ihnen einige kurz vorstellen.





Exkursionen in das Rhein-Ruhrgebiet

Juli 2010 - Leistungskurs Geografie/Kunst
(viertägig): Herr Oyntzen (Kunst) / Herr Brenner (Geo) sowie 17 Schüler(innen)


Juli 2012 - P-Seminar Geografie (fünftägig)
Frau Binder (Mathematik) / Herr Brenner (Geo), Herr Schneider (Geo) sowie 29 Schüler(innen)




Mai 2016 - P-Seminar Geografie Vinschgau
(fünftägig)
Frau Karlstetter / Herr Meier (Geo). Bild: Förderturm auf dem Gelände der ehemaligen Zeche Zollverein in Essen








Übersicht über das Grundwissen in den einzelnen Jahrgangsstufen