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Geldpolitik auf dem Plan

Welche Aufgaben hat die Bundesbank in der Geldpolitik? Ist der Grexit ein sinnvolles Szenario in der aktuellen Wirtschaftspolitik?
Mit diesen und weiteren Fragen beschäftigte sich der Bundesbankdirektor Reinhard Pfaffel, Leiter der Filiale in Regensburg, in seinem Vortrag am Maristengymnasium, an dem die Schüler der zehnten Jahrgangsstufe und der Wirtschaftskurse der Q12 teilnahmen.
Neben einer kurzen Vorstellung der Beamtenlaufbahn im gehobenen Bankdienst ging der "Währung-Wächter" in erster Linie auf die europäische Geldpolitik ein.
Bereits zu Beginn seines Vortrages stellt Reinhard Pfaffel eine wesentliche Aufgabe der Deutschen Bundesbank vor: "Da stabiles Geld nicht nur Sparer und Einkommensbezieher vor Vermögenseinbußen schützt, sondern auch Wachstum und Beschäftigung fördert, ist es wichtig, dass das Preisniveau dauerhaft stabil gehalten wird." Obwohl Ende des vergangenen Jahres die Inflation im Euroraum deutlich angezogen hat, bleibt sie nach wie vor hinter der Zielmarke der Europäischen Zentralbank zurück. Einen wesentlichen Beitrag dazu leistet nach wie vor auch die Schuldensituation einiger europäischer Länder, wobei es laut Pfaffel keine sinnvolle Option ist, über einen möglichen Austritt der betroffenen Staaten aus der EU nachzudenken. Man müsse eher auf Strukturreformen setzen, damit die Wettbewerbsfähigkeit eines Landes gewährleistet wird.
Dass sich auch der vierte Besuch des Bundesbankdirektors am Maristengymnasium gelohnt hatte, zeigte sich durch die rege Beteiligung der Schülerinnen und Schüler, denen Reinhard Pfaffel nicht nur trockene Fakten präsentierte, sondern vielmehr mit ihnen in einen gewinnbringenden Dialog trat.

Der Bundesbankdirektor Reinhard Pfaffel im Dialog mit den Schülern der 10. Klassen und der Q12 des Maristengymnasiums





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