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Aufbau des Tutorensystems

Das Tutorensystem an unserer Schule besteht aus drei Hauptteilen:
In der ersten Teilgruppe haben wir im Allgemeinen drei Aufgaben. Wir bringen die Fünftklässler zu ihren Bussen, fahren mit ihnen in die Kennenlerntage und organisieren Tutorennachmittage für die neuen Schüler.
Während der ersten Schulwoche begleiten wir die jüngsten Schüler zu ihren Bushaltestellen, um sicherzustellen, dass sie in den richtigen Bus steigen. Aus unserer eigenen Erfahrung wissen wir, dass es nicht einfach für # die Kleinen ist, sich in den ersten Wochen zu Recht zu finden.

Unsere Hauptaufgabe ist jedoch die Mitorganisation und Begleitung bei den alljährlichen Kennenlerntagen. Für drei Tage fahren wir TutorInnen gemeinsam mit den fünften Klassen und den Begleitlehrern zu Beginn des Schuljahres in das Schullandheim Habischried im Bayerischen Wald, wo ideale Bedingungen für diese erste gemeinsame Klassenfahrt zu finden sind.



Das Programm besteht unter Anderem aus Wandern, einigen Kennenlernspielen, Tipps zum richtigen Lernen, Musikeinheiten und sportlicher Betätigung. All dies dient dazu, unter den Schülern Respekt, Sicherheit und Vertrauen aufzubauen. Im Falle von Problemen, wie Streit oder Heimweh, versuchen wir vertrauenswürdige Kontaktpersonen zu sein - und das nicht nur während der Kennenlerntage.
Durch unser langjähriges Engagement sind wir nicht nur für die Kinder, sondern auch für die Lehrer wichtige Ansprechpartner und eine hilfreiche Unterstützung geworden.

Um diese Vertrauensbasis zu intensivieren, organisieren wir in regelmäßigen Abständen Tutorennachmittage, für die wir gerne unsere Freizeit verwenden. An diesen Nachmittagen bieten wir den Kindern Hilfe bei den Hausaufgaben und bei der Vorbereitung für Schulaufgaben an. Jedoch darf der Spaß nicht zu kurz kommen! So wird gespielt, gebastelt oder gebacken - je nach der aktuellen Jahreszeit. Natürlich wäre dies nicht ohne die bereitwillige finanzielle Unterstützung durch den Elternbeirat und den Verein der Freunde und Förderer unserer Schule möglich. Getreu unserem Motto: "Schüler helfen Schülern" ist es bei uns Tradition, dass die älteren Schüler den jüngeren helfen den Schulalltag zu meistern.

Ein weiteres Ziel unserer Gruppe ist die Ausbildung der nachfolgenden Tutoren, damit diese in Zukunft in unsere Fußstapfen als Tutoren treten und so unsere Aufgaben übernehmen können.


Eine zweite Teilgruppe beschäftigt sich mit der Organisation und Durchführung von Umfragen und Festen. Ziel dabei ist es, die ersten Jahre der Schüler möglichst attraktiv zu gestalten und etwas Aufregendes neben dem Schulalltag zu kreieren.
So veranstalten wir zum Beispiel eine Faschingsveranstaltung für die Unterstufe. Dies fand zuletzt bei den zahlreichen Teilnehmern großen Anklang. Die Organisation beinhaltet das Erstellen eines Unterhaltungsprogramms, sowie das Besorgen der Verpflegung. Das Programm sieht einen Kostümwettbewerb vor, bei dem die Kinder Preise gewinnen können, die wir von verschiedenen ortsansässigen Unternehmen gesponsert bekommen.

Des Weiteren stehen Spiele, Tanzeinlagen und allgemeines gemeinsames Feiern auf dem Plan. Dieses Schuljahr wird anstatt des Faschingsfestes ein Sommerfest für die Unterstufe bereits von der 10. Klasse organisiert, wobei wir unseren Nachfolgern trotzdem tatkräftig zur Seite stehen.
Außerdem beteiligen wir uns am "Tag der offenen Tür" zusammen mit Lehrern an den Führungen durch die Schule, um den Zusammenhalt der Schulfamilie nach außen hin zu präsentieren.
Zuletzt unterstützte unsere Gruppe die Eltern beim Elternsprechtag, indem wir sie zu den richtigen Räumen begleiteten und auch künftig begleiten wollen.
Nebenbei gestalteten wir spezielle TutorInnen-T-Shirts, die unser Zusammengehörigkeitsgefühl zum Ausdruck bringen und die die nachfolgenden TutorInnen ebenfalls erhalten sollen.
Um dies alles umsetzen zu können, benötigen wir viel Zeit, was dazu führt, dass wir auch zu unterrichtsfreier Zeit in der Schule sind. So zum Beispiel am Elternsprechtag, zum Tag der offenen Tür, am Maristen-Forum und an mehreren Nachmittagen oder in den Pausen.
Ein Beweggrund für unsere Arbeit ist, dass wir den Kontakt zu den jüngeren Schülern herstellen und festigen wollen und nicht nur nebeneinander lernen, sondern auch zusammen leben und feiern wollen. Weil uns die Aufgaben viel Spaß machen, haben wir ein Konzept erstellt, damit diese Aktivitäten langfristig im Schulsystem verankert bleiben. Auch aus den Reihen der 7. und 8. Klassen haben sich bereits Schülerinnen und Schüler für die Ausbildung als künftige TutorInnen gefunden.


"The road to peace begins with a dialogue."
Das dritte Teilgebiet unseres P-Seminars beinhaltet den Themenbereich "Mediation“. Dabei befassen wir uns mit der Streitschlichtung an unserer Schule, frei nach dem Motto "Schüler helfen Schülern".
Jeder weiß, dass kleine Streitereien zwischen Schülern selbstverständlich sind, jedoch zu einem größeren Konflikt ausarten können. Vor allem jüngeren Schülern fällt es dann oft schwer, gemeinsam über das Problem zu reden und sich wieder zu vertragen. Man fühlt sich beleidigt, verletzt und gekränkt und geht dem anderen aus dem Weg. Unsere Aufgabe als Mediatoren besteht nun darin, Konflikte zwischen den Schülern zu schlichten, indem wir ihnen helfen, eine Lösung zu ihrem Problem zu finden. Wir ermöglichen ihnen in einem mit beiden Schülern vereinbarten Gespräch, ihre Position vor dem jeweils anderen zu schildern und gemeinsam über ihren Streit zu reden, um sich letztendlich in die Lage des anderen hineinversetzen zu können und sich wieder zu vertragen.
Bisher hatten wir unsere Vertrauenslehrer und ausgebildeten Seelsorger an unserer Schule, aber noch nie ein Mediatoren-Team, bestehend aus Schülern. Vielen Kindern und Teenagern fällt es jedoch leichter mit fast gleichaltrigen Schülern über ihre Probleme zu sprechen. Also besuchten wir einen Grund- und Aufbaukurs zum Thema Mediation in Passau und wurden von einer auf das Gebiet "Streitschlichtung an Schulen" spezialisierten Sozialpädagogin zu Mediatoren ausgebildet.
Anschließend stellten wir das neue Projekt den 5.-7. Klassen vor und verteilten Eltern- und Lehrerbriefe, um die gesamte Schulgemeinschaft darauf aufmerksam zu machen. Hauptsächlich treten wir als Mediatoren in unserer unterrichtsfreien Zeit in Aktion. Außerdem haben wir einen Teil der zukünftigen TutorInnen der jetzigen 9. und 10. Klassen zu Streitschlichtern ausgebildet und sogar einen eigenen Raum für Mediationssitzungen zur Verfügung gestellt bekommen, in dem wir jeden Freitag in der kleinen Pause anzutreffen sind. Abschließend sollen noch einige Bilder einen lebendigen Eindruck unserer Aktivität als TutorInnen vermitteln.

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