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Neigungsgruppen > Bienen-Weltmeisterschaft 14


Die Deutschen Jungimkermeister Larissa Kreuzhuber, Jonas Zwislsberger und Juliane Kreuzhuber haben in Polen erfolgreich ihren Vize-Weltmeistertitel vom Vorjahr verteidigt!

Die Schüler des Maristengymnasiums Fürstenzell bei Passau / Niederbayern gewinnen in Pszczela Wola in Polen den zweiten Platz im Internationalen Jungimkerwettbewerb IMYB 2014.

Vom 5. bis 8. Juni 2014 fand in der Imkerfachhochschule Technikum Pszczelarskie bei Lublin in Polen der Entscheid um den Titel zum Internationalen Jungimkermeister statt. Pszczela Wola bedeutet "Bienen-Wille", der Ort wurde also nach den vielen Bienen benannt, die schon seit 70 Jahren dort angesiedelt sind. Die Gegend ist von Landwirtschaft und kleinen Dörfern geprägt, uns fielen vor allem die Phacelia-Felder sowie Mohn- und Kornblumen auf, die in den Kornfeldern blühten, was bei uns mittlerweile eine Seltenheit geworden ist.
Unter den 19 teilnehmenden Nationen waren Länder aus Europa und Asien vertreten. Die Länder waren Deutschland, Österreich, Liechtenstein, Moldawien, Litauen, Belarus/ Weisrußland, Rußland, Ukraine, England, Wales, Irland, Israel, Slowenien, Slowakei, Tschechien, Polen, Holland, Kasachstan und Rumänien. Nigeria konnte leider nicht kommen, weil es für Polen kein Visum erhielt.
Jedes Land schickte bis zu 3 Jugendliche im Alter von 12 - 16 Jahren an den Start, um sich in verschiedenen theoretischen und praktischen Prüfungen zu messen. Für Deutschland gingen Larissa und Juliane Kreuzhuber aus Hader und Jonas Zwislsberger aus Tiefenbach an den Start, nachdem sie in Weimar beim nationalen Vorentscheid im Mai 2014 als bestes Team Deutschlands hervorgingen.

Alle drei sind Schüler am Maristengymnasium Fürstenzell / Bayern und besuchen dort das Wahlfach Bienenkunde unter der Leitung von Frau Karin Hölzlwimmer. Mit im Betreuerteam war die Biologie- und Chemielehrerin des Maristengymnasiums und Ortsvorsitzende des BN Vilshofen Frau Helgard Gillitzer und der 1. Vorsitzende des Kreisverbandes Imker Passau Herr Peter Lemke.
Die Reise konnte Dank der Unterstützung des Deutschen Imkerbunds, des Bayerischen Imkerverbands und des Landkreises Passau durchgeführt werden.

Was wurde geprüft?

  • Den Trachtpflanzen der Bienen die entsprechende Saat zuordnen, z.B. Raps, Sonnenblume, Buchweizen, Phacelia und Apfel
  • Anatomie der Honigbiene: anhand mikroskopischer Aufnahmen die richtigen Körperteile der Biene erkennen und bestimmen
  • Königinnenzeichenfarbe der jeweiligen Jahreszahl zuordnen ( die jungen Königinnen werden jedes Jahr mit einer anderen Zeichenfarbe markiert, um zu wissen, aus welchem Jahrgang sie stammen Eine Eselsbrücke für die Reihenfolge der Farben lautet: "weisse, gelbe, Rosen, grünen und blühen."
  • Imkergeräte erkennen: z.B. Geääte für die Königinnenzucht erkennen
  • Zusammensetzen einer Magazinbeute (Beute = Fachbegriff für Bienenbehausung)
  • Honigsorten erkennen: fünf verschiedene Sortenhonige mussten anhand von Farbe, Geruch und Geschmack erkannt werden, z.B. Raps-, Wald-, Akazien-, Blüten- oder Buchweizenhonig
  • Praktisches Arbeiten an den Völkern: in einem Miniplus innerhalb von 2 Minuten eine Königin finden
  • Theoretische Prüfung mit 25 Fragen: Eine Frage in der theoretischen Prüfung lautete z.B.: "Wann findet bei der Königinnenzucht die Histolyse statt?" Antwort: am 11. Tag. (Histolyse = Auflösung eines Gewebes und Umwandlung in ein neues, bei der Biene heißt das Umwandlung vom Stadium Made zur Puppe.)


Ziel des Wettbewerbs war es nicht nur Sieger zu werden, sondern viel mehr junge Imker aus verschiedenen Ländern kennenzulernen und neue Kontakte zu knüpfen, so Dr. Jiří Píza, Ideengeber und Initiator des Jungimkerwettbewerbes.
Die Jugendlichen hatten neben den Prüfungen viel Freizeit, in der sie Volleyball spielten, was ihnen viel Spass machte. Dieses Jahr fand der IMYB zum 5ten Mal statt, die vorherigen Gastgeberländer waren Tschechien (2x), Österreich und Deutschland. Es ist sehr erfreulich, dass jedes Jahr weitere Nationen teilnehmen und so der Kreis immer größer wird. Ein Gastgeberland für das nächste Jahr steht noch nicht fest.
Wie im Vorjahr war Österreich das beste Team mit drei Punkten Vorsprung vor unserem Team, Platz Drei belegte das Gastgeberland Polen in der Teamwertung. In der Einzelwertung belegte den 1. Platz David Wackernell (Österreich), den 2. Platz Volodymyr Khodakovskyy (Ukraine) und den 3. Platz Marta Wachowska (Polen). In der Einzelwertung schnitten unsere Teilnehmer ebenfalls sehr gut ab: Larissa und Juliane Kreuzhuber wurden punktgleich vierte und Jonas Zwislsberger konnte mit dem achten Platz ebenfalls eine Top-Ten-Platzierung erreichen.


Gruppenfoto aller Betreuer in Metfabrik in Lublin


Das Siegerteam (von links nach rechts): Jonas Zwislsberger, Peter Lemke, Larissa Kreuzhuber, Juliane Kreuzhuber, Helgard Gillitzer, Karin Hölzlwimmer


...und tschüss!

Lesen Sie auch den Artikel aus der Zeitschrift "Jungimker", Ausgabe März 2014.

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