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Das Konzept

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Seit dem Schuljahr 1983/84 kennt man das Maristengymnasium Fürstenzell als "Erfinderschule". Der Initiator, Mentor und Ideengeber Hubert Fenzl, Kunsterzieher am MGF, schaffte es, im Rahmen der Schulentwicklung junge Menschen mittels eines Wahlfaches für das Erfinden zu begeistern.
Fenzls Devise "Jeder kann Erfinden lernen" gilt für unseren Erfinderunterricht nach wie vor. Wie sich im Laufe der Jahre immer wieder zeigte, entdecken Schüler oft erst durch das Erfinden an sich selbst Talente, die ihnen zuvor gar nicht bewusst waren.

Doch neben der Begeisterung stellten sich sehr schnell sensationelle Erfolge für Schüler wie Schule ein, zahlreiche Sach- und Geldpreise konnten bei unterschiedlichsten Wettbewerben errungen werden, Fernsehauftritte und Beiträge für Sendungen im Rundfunk folgten. Bis heute erreichen unsere Erfindergruppe jährlich mehrere Anfragen von Fernsehstationen und Zeitungsredaktionen, um dort über neueste Entwicklungen und Ideen zu berichten. Nicht zuletzt für seine Pionierarbeit und seinen Ideenreichtum erhielt Herr Fenzl Preise, darunter den "Bayerischen Kulturpreis 1993" und den "Staatspreis für Unterricht und Kultus". Hauptaugenmerk legt dieses Wahlfach aber vor allem auf die Weckung der Kreativität bei Jungen und Mädchen und die Sensibilisierung für technische Überlegungen und Lösungen. (Erfolgsgeschichte)

Das Grundkonzept ist so einfach wie wirksam: Neben der Unterstützung beim Ertüfteln und Ausarbeiten von Erfindungen wird den Schülern im Erfinderunterricht auch ein umfangreiches technisches Grundwissen vermittelt.
Dafür hat Hubert Fenzls Nachfolger Manfred Koser – seit dem Schuljahr 1998/99 am MGF – speziell auf das Erfinden abgestimmte Fachkurse entwickelt. So beginnen die Anfänger heute im Erfinderunterricht mit Experimenten, wie z. B. dem Aufbau des einfachsten Elektromotors der Welt. Damit können sie sich spielerisch fundierte Kenntnisse über die magnetischen Eigenschaften des elektrischen Stroms aneignen, durch welche die meisten Funktionen in der Elektrotechnik und Elektronik verständlicher werden.

Auch erlernen die Schüler von Anfang an den Umgang mit Messgeräten, die Handhabung verschiedenster Werkzeuge, wie man Maschinen bedient und deren Computersteuerungen programmiert. Grundsätzlich werden dabei die Fachkenntnisse so vermittelt, dass diese kinderleicht zu verstehen sind. Das ist eine sehr wichtige Voraussetzung fürs Erfinden, damit der Kopf beim Tüfteln für das Wesentliche frei bleibt.
Das Erfinden selbst erlernen die Schüler sowohl durch die Ausarbeitung eigener Erfindungen, getreu unserem Motto "Learning by Doing", als auch dadurch, dass sie den Werdegang der Erfindungen der anderen Erfinderschüler miterleben, wodurch deren Erfahrungen auch zu ihren eigenen werden. Wer einen technischen Beruf ergreifen will, ist damit Mitbewerbern, die solche Möglichkeiten nicht hatten, um einiges voraus. Ganz abgesehen davon, dass solche Schüler meistens auch noch sehr viele bemerkenswerte Preise und Auszeichnungen vorweisen können.

Oberste Priorität im Erfinderunterricht hat die Sicherheit; und das nicht nur in Bezug auf die Arbeiten für das Anfertigen der Erfindungen. Die geschaffenen Neuheiten müssen sicher sein, das heißt, man darf sich weder daran verletzen können, noch darf davon irgendeine andere Gefahr für die Gesundheit oder für die Umwelt ausgehen. Ebenso wichtig ist uns, den Schülern den Blick zu schärfen in Hinblick auf die Nachhaltigkeit neuer Produkte, mit deren Entwicklung sie sich befassen.
Für die Ideenfindung werden die Schüler darauf trainiert, im Alltag Probleme zu erkennen und dabei prüfen, ob ihre Möglichkeiten ausreichen, entsprechende Lösungsmöglichkeiten zu finden. Damit mangels Ideen für neue Projekte keine Lücken im Erfinderunterricht entstehen, steht den Schülern eine Ideenliste mit Vorschlägen für machbare Schülererfindungen zur Verfügung. Diese Liste enthält hauptsächlich von ihrem Lehrer Manfred Koser bereitgestellte Ideen.
Gerne gesehen wird es, wenn die Erfindungen im Teamwork erarbeitet werden.

Für die Umsetzung der Idee bzw. den Bau der Exponate gilt die Regel: technisch die einfachste Lösung zu finden und einen professionell aussehenden Prototypen mit so wenig Arbeitsaufwand wie möglich anzufertigen. Die Schüler nehmen mit ihren Erfindungen am "Jugend forscht"-Wettbewerb teil und präsentieren sie auf der Welt weltgrößten Erfindermesse IENA in Nürnberg einem internationalen Publikum. Dort haben unsere Schüler alleine in den letzten beiden Jahren mit 12 ausgestellten Erfindungen 5 Gold-, 6 Silber- und 1 Bronzemedaille errungen.


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Links zum Thema Erfinden:

www.jugend-forscht.de
www.erfinderclubs.de
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