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Neigungsgruppen > Bienenkunde


Wahlfach Bienenkunde

“Summ, summ, summ, Bienchen summ herum!“
Dieses bekannte Kinderlied kommt einem unweigerlich in den Sinn, wenn man den emsig herumfliegenden Bienen des MGF zuschaut, die eifrig von Blüte zu Blüte fliegen und gelbe Pollen, Nektar, Kittharz und Wasser sammeln.
Die Schülerin Alena Rudel, die schon seit mehreren Jahren im Wahlfach Bienenkunde unter der Leitung von Frau Hölzlwimmer sehr motiviert mitmacht, hat im folgenden eine „Bienenkunde für Anfänger“ verfasst und unsere Arbeit in der Neigungsgruppe sehr treffend beschrieben:
Ungefähr 250.000 Bienen bevölkern mittlerweile das neu gebaute Bienenhaus unserer Schule, und jährlich kommen neue Völker dazu. In einem Bienenstock leben im Sommer circa 50.000 Bienen. Davon sind der Großteil Arbeiterinnen, die die Pollen und den Nektar sammeln und diesen dann zu Honig verarbeiten. Sie sind zudem verantwortlich für die Versorgung des Nachwuchses.
Nur die Bienenkönigin legt Eier, und zwar circa 1000 – 2000 pro Tag! Den wenigen Drohnen (das sind die männlichen Bienen) fällt die Aufgabe zu, die Königin zu begatten. Ansonsten sind die Drohnen für das Bienenvolk nutzlos, und sobald ihre Dienste im Hochsommer nicht mehr benötigt werden, werden sie eliminiert. Drohnen können übrigens nicht stechen, denn sie besitzen keinen Stachel. Aber auch vor den Wächterinnen des Bienenstockes muss man keine Angst haben. In den Jahren, in denen wir imkerten, wurde bisher kaum einer gestochen. Bienen sind nicht sehr aggressiv, zumindest solange man sie nicht reizt, und greifen daher nur an, wenn sie sich beziehungsweise ihr Volk für ernsthaft bedroht halten.


Jeden Sommer trifft sich die Bienengruppe nachmittags mit Frau Hölzlwimmer, um die Bienen zu beobachten, den Honig zu „ernten“ und Zuckerwasser herzustellen, das die Bienen als Ersatz für den entnommenen Honig als Winterfutter bekommen. Den leckeren Honig kann man übrigens bei uns erwerben. Wir haben außerdem begonnen, mit Bienenwachs zu experimentieren und stellten neben Kerzen schöne, zart duftende und nur aus natürlichen Inhaltstoffen bestehende Cremes her.
Auch kümmern wir uns um die Instandhaltung des Bienenhauses, dessen Fassade wir heuer mit Blümchen verschönert haben. Im Zuge der Renovierung des MGF wurde unter der Leitung von Frau Gillitzer ein Bienengarten angelegt. Dort wachsen einheimische Pflanzen, die von den Bienen besonders geliebt werden. Dadurch wollen wir unter anderem verhindern, dass die Bienen nur entfernt gelegene Felder anfliegen. Diese Felder können mit Pestiziden behandelt sein, die nicht nur verhindern, dass sich Schädlinge auf dem Feld verbreiten, sondern natürlich auch auf Nützlinge wie die Biene Auswirkungen haben. So könnte dies zum Beispiel zu einer Störung des Orientierungssinnes der Bienen führen, die dann nicht mehr zu ihrem Stock zurückfinden.
Ohne Hilfe kann eine Biene kaum mehr überleben. Durch den vermehrten Pestizideinsatz und die Ausbreitung eingeschleppter Schädlinge wie Milben sind die deutschen Bienenvölker stark bedroht.
Indem wir den Bienen eine Heimat geben und dafür sorgen, dass sie Blumen zum Anfliegen haben, können wir das Zurückgehen des Bienenbestandes verhindern.
Imkern macht unglaublich viel Spaß, und jeder kann es ohne viel Mühe erlernen!

Einen besonderen Erfolg konnten unsere Jung-Imker im Schuljahr 2013/14 verbuchen: Die Schüler konnten in Pszczela Wola in Polen den zweiten Platz im Internationalen Jungimkerwettbewerb IMYB 2014 gewinnen.
Lesen Sie hierzu weiter.
...und tschüss!

Lesen Sie auch den Artikel aus der Zeitschrift "Jungimker", Ausgabe März 2014,
aus der Zeitschrift "Imkerfreund" Ausgabe Juli 2014,
sowie "Imkrefreund" Ausgabe November 2015.