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MISSION DINDÉFÉLO 2017

In den Faschingsferien reisten wir in einer Gruppe von 18 Personen nach Afrika in den südlich der Sahara gelegenen Senegal. Wir besuchten das Dorf Dindéfélo, das im Landesinneren liegt. Dort leitet Helmuth Rücker seit acht Jahren zusammen mit den Rotariern der Dreiflüssestadt Passau ein Hilfsprojekt, das unter anderem aus dem Bau eines Frauenhauses, dem Errichten eines Brunnens und dem Beseitigen von Müll besteht.

Unsere Reise in den Senegal diente vor allem dazu, unsere zuvor gesammelten Spenden zu überreichen und uns über den Fortschritt der verschiedenen Projekte vor Ort ein Bild zu machen. So gab uns beispielsweise das Haus der Frauen einen sehr positiven Einblick in die Entwicklung des Dorfes, während das Müllproblem weiterhin besteht.
Wir kauften im Senegal für 6000 Euro 240 Säcke Reis und verteilten diese an verschiedene Familien in der Umgebung. Zudem reisten wir mit 36 Koffern zu je 23 Kilo - zwei Koffer pro Person -, um die vielen Sachspenden direkt in das senegalesische Dorf bringen zu können. Unter anderem verteilten wir viele Poloshirts unserer Schule und überbrachten unsere Spende von 1100 Euro, die zur Materialversorgung in der örtlichen Schule verwendet werden, um den Unterricht zu verbessern.
Dank der guten Organisation von Helmuth Rücker hatten wir auf der langen Fahrt von der Hauptstadt Dakar nach Dindéfélo die Gelegenheit, verschiedene Gegenden des Landes in dieser Zeit zu erleben. So entdeckten wir die atemberaubende subtropische Landschaft mit ihrer Flora und Fauna und begegneten der Esskultur und den besonderen Sitten und Bräuchen des muslimisch geprägten Landes. Dabei aßen wir auf dem Boden sitzend aus großen Schalen mit den Händen, trommelten am Gambiafluss und tanzten mit bunt gekleideten Afrikanerinnen. Zusätzlich lernten wir senegalesische Jugendliche kennen, mit denen wir uns über deren jeweilige Wünsche für die Zukunft unterhielten.
Besonders eindrucksvoll war die Gastfreundschaft der Senegalesen: Diese Menschen, die selbst so wenig besitzen, gaben uns durchgehend das Gefühl, herzlich willkommen zu sein. So wurden wir mehrmals täglich bekocht und durch Tänze und Gesänge begrüßt und verabschiedet. Kurz gesagt: Wir besuchten nicht nur ein anderes Land, sondern eine andere Welt, die uns Europäern sehr fremd ist und mit der wir uns erst anfreunden müssen, um sie besser verstehen zu können.

Valentin Donath, Q12
Quirin Donath, Q11

Februar/März 2017