Kurz vor den Osterferien hieß es für eine Gruppe von Zehntklässlerinnen des Maristengymnasiums: Bonjour Riom! Gemeinsam mit ihren Französischlehrkräften Frau Andrea Wieland und Herrn Alexis Levreux ging es zum Gegenbesuch in die französische Auvergne. Die französischen Austauschpartnerinnen und -partner hatten bereits Anfang März in Bayern vorbeigeschaut – mit viel Glück im Gepäck: strahlender Sonnenschein, Ausflüge nach Regensburg und in den Nationalpark Bayerischer Wald inklusive. In Frankreich meinte es das Wetter dann weniger gut mit der Gruppe. Nach zwei sonnigen Tagen kehrte der Winter zurück, mit eisigem Ostwind, Graupel und sogar Schnee. Willkommen in der Auvergne!
Davon ließen sich die Schülerinnen jedoch nicht die Laune verderben. In Clermont-Ferrand, einer sehenswerten Stadt aus schwarzem Vulkangestein, stand unter anderem das Michelin-Museum auf dem Programm. Dort begegneten sie dem berühmten Michelin-Männchen – oder besser gesagt: Bibendum, wie es auf Französisch heißt. Neben der Geschichte des Reifenherstellers erfuhren sie auch, dass Michelin schon früh Straßenkarten, Reiseführer und den bekannten Restaurantführer entwickelte. Ein weiteres Highlight war der Themenpark „Vulcania“, der die Besucherinnen mitten hinein in die Welt der Vulkane führte. Sie flogen mit Adlern über Krater, schipperten auf Flößen zu Vulkanen rund um den Globus, retteten mit Drachen die Welt und lernten dabei ganz nebenbei einiges über Naturgewalten und den Klimawandel. Spannend, lehrreich – und oft auch ziemlich lustig.

Natürlich gehörte auch der Schulalltag dazu: Die Schülerinnen besuchten den Unterricht ihrer Austauschpartnerinnen und -partner und stellten schnell Unterschiede fest. Besonders der lange Schultag sorgte für Staunen – Unterricht bis 18 Uhr und danach noch Hausaufgaben? Da waren viele froh, anschließend wieder ins deutsche Schulsystem zurückkehren zu dürfen.
Auf der Rückfahrt wartete dann noch ein besonderes Extra: ein dreistündiger Zwischenstopp in Paris. Bei Sonnenschein bestaunte die Gruppe die Seine, den Eiffelturm und Notre-Dame aus nächster Nähe. Auch wenn die Reise lang, die Zugfahrt anstrengend und die Temperaturen eher frostig waren – der Austausch war dennoch ein voller Erfolg. Und so manche der neu geknüpften Freundschaften werden hoffentlich noch lange über Ländergrenzen hinweg bestehen bleiben.
Andrea Wieland




