Musikalische Lichter im Fürstenzeller Dom 

Weihnachtskonzert des Maristengymnasiums stimmt auf das Fest ein 

Wenn sich zum Ende des Jahres die Tannenbäume in Lichterglanz kleiden, werden auch im Fürstenzeller Dom musikalische Lichter entzündet: Das Weihnachtskonzert des Maristengymnasiums Fürstenzell kündigte an, dass der Heilige Abend nicht mehr fern ist. In seinen Begrüßungsworten brachte Schulleiter Dr. Roland Feucht treffend auf den Punkt, was diesen Abend auszeichnete: Nach der im Schulalltag oft alles andere als „staaden Zeit“ durfte der stressige und mitunter auch lästige Alltag endlich hinter sich gelassen werden – mit Musik, Märchenklängen und biblischen Geschichten. 

Von der Empore herab eröffneten Martin Zerer (10. Klasse) und Francesco Tack (7. Klasse) den festlichen Rahmen mit Orgel- und Trompete und entführten die Zuhörer mit A. Fergusons Der kleine Lord in eine weihnachtliche Märchenwelt. Mit dem Orchester ging die musikalische Reise weiter. Auszüge aus der Oper Hänsel und Gretel (Engelbert Humperdinck) erfüllten den Raum. Für einen besonderen Moment sorgte dabei Solistin Mirijam Kriszt (13. Klasse), die von der Kanzel herab engelsgleich sang und das Publikum spürbar berührte. Spätestens bei der Musik aus Drei Haselnüsse für Aschenbrödel von Karel Svoboda wurden Kindheitserinnerung wach und deutlich, wie schön Weihnachten ist, wenn man es durch leuchtende Kinderaugen erlebt. 

Der Unterstufenchor hieß anschließend die Weihnachtszeit willkommen. Mit Paul Schindlers gleichnamigem Werk sowie Lorenz Maierhofers Let’s sing a song of Christmas luden die jungen Sängerinnen und Sänger auch die Zuhörer ein, im Stillen mitzusingen und sich auf die festliche Stimmung einzulassen. 

Ganz und gar nicht still war es, als die Jazz Band Wet`n Easy die Kirche von der Chorempore aus zum Klingen brachte. K. K. Davis Little Drummer Boy gehört zum festen Inventar und sorgte für Gänsehautmomente, als die Drums und Tropeten den Raum erfüllten. Mit Jingle Bell Rock machte die Band deutlich, dass auch ein andächtiges Weihnachtskonzert durchaus mitreißend und peppig sein darf. 

Neben dieser rockigen Weihnachtwelt kam auch die Besinnlichkeit nicht zu kurz. Eine traditionell heimelige Atmosphäre verbreitete das Ensemble um Christine Heindl an der Zither. Katharina Fetter, Temba Novak und Mira Raus (alle 6. Klasse) sangen von der beschwerlichen Reise Marias nach Betlehem, ehe der Mittel- und Oberstufenchor mit Virgin Mary had a baby boy von B. Lindeborg die frohe Botschaft der Geburt Christi verkündete, und mit Vom Himmel hoch von H. L. Haßler der Engelchor gleichsam herbeigeeilt schien. 

Zum großen Finale versammelten sich Orchester sowie Unter-, Mittel- und Oberstufenchor gemeinsam. Die gesamte Kirche war eingeladen, den Abend mit O du fröhliche zu beschließen. Der lang anhaltende Applaus zeugte von der Begeisterung, die die vielfältigen Musikgruppen ausgelöst hatten – und doch war der Abend damit noch nicht zu Ende. 

Im Anschluss bot sich bei Glühwein und Punsch Gelegenheit zum Austausch, musikalisch begleitet von Blasmusik, die auch hier für eine festliche Atmosphäre sorgte. Viele Wochen intensiver Vorbereitung in Chor, Orchester, Jazz Band und kleineren Ensembles hatten sich gelohnt. Jeder einzelne Beitrag trug dazu bei, dass das Publikum an diesem Abend ein Stück Weihnachtsruhe im Herzen mit nach Hause nehmen konnte – vielleicht sogar als Begleiter durch die letzten, oft geschäftigen Tage der Adventszeit