Erfolg auf der Erfindermesse in Nürnberg

17 November, 2025

Jedes Jahr findet in Nürnberg die internationale Fachmesse „Ideen – Erfindungen – Neuheiten“, kurz iENA, statt. An drei Tagen hatten ca. 7.000 Besucher die Möglichkeit, über 540 nationale und internationale Erfindungen zu bestaunen. Mit dabei war das Maristengymnasium Fürstenzell. Nach langer Tradition war die Schule auch dieses Jahr wieder mit drei Projekten vertreten. Die sieben Jugendlichen konnten nicht nur die Jury überzeugen, sondern auch wertvolle Erfahrungen sammeln. Um die eigenen Prototypen präsentieren zu können, war in der Vorbereitung viel Arbeit nötig. Es mussten die Umsetzung geplant, die Komponenten zusammengebaut, Rückschläge überarbeitet, Prototypen weiterentwickelt und Präsentationen geübt werden. Dieser Aufwand zahlte sich für die Teilnehmer aus.

Die drei Schüler Leonhard Jünger, Valentin Krückl und Sebastian Speth beschäftigten sich mit einem alltäglichen Problem im Klassenzimmer: das Wischen der Tafel. Als Fans des 3D-Drucks designten sie selbst einen Aufbau, der sowohl den für das Feuchtabwischen der Tafel nötigen Schwamm als auch die Gummilippe zum Abziehen enthält. Somit sind mit einer Bewegung zwei Abläufe auf einmal möglich. Der Schwamm lässt sich leicht anbringen und entfernen. Das Gerät ist praxiserprobt und wird seit einem halben Jahr in ihrem Klassenzimmer genutzt. Nicht nur ihre Mitschülerinnen und Mitschüler sind begeistert, auch die Jury konnte die Gruppe mit ihrer Präsentation überzeugen. Sie wurden mit einer Goldmedaille geehrt.

Verleiht wurden die Medaillen von Henning Könicke, Geschäftsführer des Messeveranstalters AFAG.

Die Gruppe, bestehend aus den Schülern Alexander Voß, Florian Thurner und Simon Fehn, werkelt seit zwei Jahren an ihrem Traumprojekt: einem Zeppelin, der sich durch Solarmodule selbst mit Strom versorgt und somit energieeffizient fliegen kann. Auf der Messe war ihr mittlerweile vierter Prototyp zu sehen. Aus den für eine Drohne nötigen Einzelteilen konstruierten sie ein Flugobjekt, bei dem von der in der Mitte liegenden Steuerung ausgehend vier 3D-gedruckte Streben verlaufen, an deren Ende die Motoren angebracht sind. Um ihre Konstruktion zu unterstützen, haben sie Heliumballons angebracht, die das Gewicht reduzieren und somit die Akkulaufzeit erhöhen sollen. Der nächste Schritt wird die Anbringung der Solarmodule sein. Damit sind sie auf einem guten Weg zu ihrem Zeppelin. Das erkannte auch die Jury der iENA und belohnte die drei Jugendlichen mit einer Silbermedaille. Außerdem war Yu-Hao Shen, der Präsident der Taiwan Creativity Development Association, von der Präsentation der Jugendlichen so begeistert, dass er ihnen unter allen auf der Messe ausgestellten Jugenderfindungen einen Sonderpreis für „bedeutende Erfindung“ überreichte.

Yu-Hao Shen, Präsident der Taiwan Creativity Development Association, überreichte Urkunde und Pokal als Sonderpreis „bedeutende Erfindung“.

Robin Sterner und Ben Glöckner haben sich ein ehrgeiziges Ziel gesetzt: Sie wollen einen Roboter konstruieren und programmieren, der auf zwei Beinen stehen und gehen kann. Ihre Idee entstand aus ihren Hobbys heraus. Im Wahlfach Robotik sammelten sie Erfahrungen mit selbst ausgedachten, komplexen LEGO-Konstruktionen. In Videospielen und Filmen wurden sie von menschenähnlichen Robotern und auf zwei Beinen marschierenden Mechs inspiriert. Über Wochen arbeiteten sie an einer geeigneten Konstruktion für die Beine und den Körper ihres „Arbeitsmechs“. Dabei haben sie viele Herausforderungen überwunden. Wo sollten die Gelenke angebracht werden? Wie kann die Gewichtsverteilung ausbalanciert werden? Wie können Motor und Steuerung untergebracht werden? Wo sind die besten Plätze für die Gleichgewichtssensoren?

Als größte Herausforderung erweist sich das Programmieren. Was für uns Menschen selbstverständlich ist – das Stehen und Gehen –, ist in Wirklichkeit ein hochkomplexer Prozess. Die Schüler haben recherchiert und viele Tests durchgeführt. Leider ist es dem Roboter noch nicht gelungen, einen stabilen ersten Schritt zu machen. Was auch an der Komplexität liegt. Die Schüler haben jedoch weiter an ihrem Prototyp gearbeitet und sind auf einem guten Weg. Das hat auch die Jury anerkannt und die beiden für ihre Leistung mit einer Bronzemedaille ausgezeichnet.

Die Teilnehmer und Betreuenden blicken auf erfolgreiche und spannende Tage in Nürnberg zurück. Neben der Möglichkeit, das eigene Projekt vorzustellen, konnten sie auch die Stände anderer Aussteller besuchen und sich mit deren Entwicklungen auseinandersetzen. Die Schüler erhielten dadurch vielfältige Anregungen und neue Ideen. Bereits jetzt arbeiten sie an Konzepten für die nächste Wettbewerbsrunde. Die Motivation ist groß, im kommenden Jahr bei der iENA 2026 erneut mit innovativen Projekten dabei zu sein.

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