

























Wenn Musik aufblüht: Frühlingskonzert am Maristengymnasium
Mit einem stimmungsvollen Frühjahrskonzert hat das Maristengymnasium Fürstenzell einmal mehr seine musikalische Vielfalt unter Beweis gestellt. In der voll besetzten Aula präsentierten verschiedene Ensembles und Solisten ein abwechslungsreiches Programm, das die Zuhörer durch unterschiedliche Musikrichtungen und -epochen führte und ihnen einen Abend voller frischer Klangfarben bescherte.
Mit seinen Grußworten stimmte Schulleiter Dr. Roland Feucht auf das Konzert ein: Der Frühling sei draußen bereits zu sehen und zu spüren – die Musik werde ihr Übriges dazu beitragen, dass er auch zu hören sei. Und so war es auch: Was folgte, war ein Zeugnis dafür, wie sehr die gemeinsame musikalische Arbeit in den Neigungsgruppen gereift ist und unter der Leitung von Bernd-Michael Tack und Lina vom Berg auf der Bühne zur Blüte kam.
Das Konzert eröffnete der Mittel- und Oberstufenchor mit dem Stück „Audite silete“ von Michael Praetorius. Der Liedtext – „Audite, silete, musica est in auribus“ („Hört, seid still, die Musik ist in euren Ohren“) – gab zugleich das Motto des Abends vor und lud das Publikum dazu ein, innezuhalten und sich ganz auf die Musik einzulassen. Zwischen sanften und kraftvollen Klängen entfaltete sich ein breites, lebendiges Repertoire der Sänger. Besonders viel Energie konnte man bei Harry Warrens „Chattanooga Choo Choo“ spüren, begleitet von Moritz Wolf (13. Klasse) am Cajón und Valerie Bossler (6. Klasse) am Klavier.
Letztere unterstützte nicht nur den Chor, sondern überzeugte auch solistisch: „Ohne Worte“, aber mit viel Gefühl interpretierte sie das gleichnamige Stück von Felix Mendelssohn-Bartholdy. Auch Sophie Schwarz zeigte am Flügel ihr außergewöhnliches Talent. Mit großer Leichtigkeit ließ sie die Tasten erklingen – ihre Darbietung eines Chopin-Werks in der 6. Klasse beeindruckte durch technische Sicherheit und musikalischen Ausdruck.
Der Unterstufenchor sorgte im Anschluss für frische, beschwingte Klänge. Mit dem „Feriensong“ von Franz Jirovec trafen die Sänger den Nerv vieler Zuhörer, als sie von „Sonne und Sand, Träumen am Strand“ sangen. Auch das Stück „Ich bin ein Riesentalent“ – ebenfalls von Jirovec – wurde mit spürbarer Freude vorgetragen. Angesichts dieses musikalischen Potenzials wirkte die Textzeile „Man wird noch vieles von mir hören“ beinahe programmatisch.
Als das Schulorchester die Bühne betrat, wurde der Frühling, der zuvor bereits in vielen Darbietungen angeklungen war, nun auch im wahrsten Sinne des Wortes zum Programm. Mit Antonio Vivaldis „Giunt’è la primavera“ aus „Die vier Jahreszeiten“ wurde die erste Jahreszeit musikalisch lebendig. Auch in den Auszügen aus Engelbert Humperdincks Märchenoper „Hänsel und Gretel“ entstanden frühlingshafte Klangwelten, die das Publikum in einen geheimnisvollen Märchenwald entführten. Josephine Schrenk (6. Klasse) und Sophia Bichler (11. Klasse) an den Blockflöten sowie Leni Exner (8. Klasse) an der Harfe verliehen der kurzen Reise in die Märchenwelt einen besonderen Zauber.
Nach den klassischen Klängen wurde gerockt: Die Geschwister Korbinian Proske (10. Klasse) und Valentin Proske (12. Klasse) heizten gemeinsam mit Gastmusiker Jochen Benkert dem Publikum mit E-Gitarre, Schlagzeug und E-Bass ein. Das tat auch die Big Band „Wet’n easy“, die traditionell für den finalen Höhepunkt sorgte. Kraftvolle Bläsersätze, ein sicherer Groove und spürbare Spielfreude belebten den Saal. Stücke wie „Birdland“ von Josef Zawinul und „Jungle Boogie“ von Robert Bell rissen das Publikum mit und sorgten für einen schwungvollen Ausklang.
Am Ende schloss sich der Kreis zur eingangs beschworenen Frühlingsstimmung: An diesem Abend waren es nicht die Temperaturen, sondern beschwingte Rhythmen und zarte Melodien, die eine frühlingshafte Atmosphäre entstehen ließen. zau
