Bernadette Findl gewinnt den Vorlesewettbewerb am Maristengymnasium
„Bücher sind fliegende Teppiche ins Reich der Fantasie.“
– James Daniel –
Dieses Zitat bringt die vielen Vorzüge des Lesens treffend auf den Punkt: Bücher beflügeln die Fantasie und ermöglichen es, in fremde Welten einzutauchen. Auch die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des diesjährigen Vorlesewettbewerbs waren sich einig: Manche Geschichten sind so fesselnd, dass man das Buch kaum aus der Hand legen kann.
Bereits in den vergangenen Wochen wurde in den sechsten Klassen eifrig vorgelesen, um die jeweiligen Klassensieger zu ermitteln. Schließlich qualifizierten sich Paul Vollmuth, Frieda Lang, Anna Lachtner und Bernadette Findl für den Schulentscheid, der am vergangenen Freitag stattfand. Ziel des Wettbewerbs war es, den besten Vorleser beziehungsweise die beste Vorleserin der Jahrgangsstufe zu küren, der oder die das Maristengymnasium beim Regionalentscheid im Februar vertreten wird.
Vor der Jury, bestehend aus den Deutschlehrkräften der Jahrgangsstufe sowie dem stellvertretenden Direktor Bernhard Dorfner, präsentierten die Leseratten eine beeindruckende Bandbreite literarischer Werke. Jede Teilnehmerin und jeder Teilnehmer trug eine selbst gewählte Textstelle vor.
So fieberten die Zuhörer mit, als der Jugendliche Nick in Ursula Poznanskis „Erebos“ in den Bann eines geheimnisvollen Computerspiels gerät, das gefährliche Aufgaben in der realen Welt stellt. Eine besonders nachdenkliche und emotionale Stimmung entstand beim Auszug aus „Die Windmacherin“ von Maja Lunde, in dem ein elfjähriger Junge nach einem Krieg zur Erholung auf eine Insel geschickt wird. Tempo und Spannung bestimmten die Verfolgungsszene aus Katja Brandis’ Erfolgsreihe „Woodwalkers“. Zum Abschluss entführte „Land of Stories“ von Chris Colfer das Publikum in eine Märchenwelt, in der die Zuhörer erfuhren, dass Rumpelstilzchen eine langjährige Haftstrafe verbüßen muss.
Da die Leistungen beim vorbereiteten Lesen sehr dicht beieinanderlagen, fiel die Entscheidung erst beim Lesen eines Fremdtextes. Vorgelesen wurde aus „Die kleine Hexe“ von Otfried Preußler, einem Klassiker der Kinder- und Jugendliteratur, bei dem Lesesicherheit, Betonung und Textverständnis besonders gut beurteilt werden konnten. Am Ende setzte sich Bernadette Findl durch und ging als Siegerin hervor.
Bernhard Dorfner und die Fachbetreuerin Monika Ernst gratulierten allen Teilnehmenden herzlich und überreichten als Anerkennung Buchgutscheine der örtlichen Buchhandlung, die die Freude am Lesen weiter fördern sollen.
Der Vorlesewettbewerb 2025 zeigte eindrucksvoll, wie lebendig und vielfältig Literatur sein kann. Nun blickt die Schulgemeinschaft gespannt auf den Regionalentscheid im Februar und drückt der Schulsiegerin fest die Daumen.



